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Astronomen:
Milliarden Planeten in der Milchstraße
Astronomen schätzen, dass
es in der Milchstraße Milliarden von Planeten gibt - reichlich
Gelegenheit für die Entwicklung von Leben im All.
(jkm) - Erst vor wenigen Jahren
konnte der erste Planet eines anderen Sterns nachgewiesen werden.
Zwei australische Astronomen schätzen nun, dass mindestens
jeder vierte sonnenähnliche Stern solche Exoplaneten besitzt.
Allein in der Milchstraße gäbe es demnach 100 Milliarden
Planetensysteme und damit reichlich Gelegenheit für die Entwicklung
von Leben.
Derzeit sind über 100 Sterne
mit einem oder mehreren Planeten bekannt, etwa 2.000 Sterne standen
oder stehen unter Beobachtung. "Die meisten Planeten sind
jedoch zu klein oder benötigen zu lang für eine Umkreisung
ihres Sterns, als dass sie aufgespürt werden könnten",
erläutert Charles Lineweaver von der University of New South
Wales in Sydney. "Wäre beispielsweise die Sonne einer
der beobachteten Sterne, hätten wir heute noch keinen ihrer
Planeten entdeckt."
Lineweaver und sein Student Daniel
Grether machten sich nun daran, die Häufigkeit dieser unscheinbaren
Planeten zu schätzen. Beschränke man sich nur auf die
15 Jahre oder länger beobachteten Sterne, steige der Anteil
der Planetenbesitzer von 5 auf 11 Prozent, schreiben die Forscher
in einer vom "Astrophysical Journal" akzeptierten Arbeit.
Und betrachte man unter diesen Sternen nur jene, deren Oberflächenaktivität
sehr präzise Messungen erlaube, betrage der Anteil 25 Prozent.
Laut den Forschern ist diese Schätzung
aber eher konservativ. Gegenwärtig decke die Planetensuche
einen Bereich um die beobachteten Sterne ab, der umgerechnet einem
Viertel des Sonnensystems entspreche. Daher könnten gut und
gerne 100 Prozent aller sonnenähnlichen Sterne einen planetaren
Begleiter haben. "Ausgehend von etwa 100 Milliarden Galaxien
im beobachtbaren Universum, lassen unsere Resultate vermuten,
dass es mindestens 10 Trilliarden Planetensysteme im Universum
gibt", so Lineweaver.
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