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Immunsystem:
Tai Chi könnte vor Gürtelrose
schützen
Einige Wochen Tai Chi erhöhen
bei älteren Menschen die Widerstandskraft gegenüber
den Erregern von Windpocken und Gürtelrose.
(jkm) - Darauf deuten die Resultate
einer Pilotstudie hin, die amerikanische Forscher im Fachblatt
"Psychosomatic Medicine" präsentieren. Und auch
der Bewegungsapparat profitierte von den regelmäßigen
Übungen.
Damit gebe es erstmals Hinweise
darauf, dass eine Verhaltens-Intervention die virusspezifische
Immunantwort beeinflussen könne, so der Leiter der Studie,
Michael Irwin von der University of California in Los Angeles.
"Wie auch immer, angesichts der geringen Teilnehmerzahl,
sollten diese Befunde mit Bedacht interpretiert und als vorläufig
angesehen werden."
Der Mediziner und seine Kollegen
verfolgten den Werdegang von kalifornischen 36 Senioren, die in
ihrer Jugend die Windpocken gehabt hatten oder ausreichend lange
in den Vereinigten Staaten lebten, um mit Sicherheit Kontakt mit
Varizella-Zoster-Viren gehabt zu haben. Nach überstandener
Infektion können die Windpocken-Erreger jahrelang in Nervenzellen
überdauern und plötzlich eine schmerzhafte Gürtelrose
auslösen. Frühere Arbeiten der Forscher hatten ergeben,
dass Stress und Depressionen, wie sie bei Senioren häufig
sind, die Immunität gegenüber den Viren senken können.
Die Hälfte der Teilnehmer
nahm an einem viermonatigen Kurs in Tai Chi Chih teil, einer Variante
der Bewegungsmeditation mit besonders fließenden und langsamen
Bewegungen. Nach Beendigung des Kurses war die Zahl der auf Varizella-Zoster-Viren
reagierenden Immunzellen bei ihnen um durchschnittlich 50 Prozent
gestiegen.
Gleichzeitig profitierte der
Bewegungsapparat der mindestens 60 Jahre alten Teilnehmer von
dem Training, speziell bei jenen, die bereits Probleme mit alltäglichen
Aktivitäten wie Gehen oder Treppensteigen hatten. Laut den
Forschern war der Effekt "vergleichbar oder stärker
als jener, der bei älteren Erwachsenen nach dem Einsetzen
künstlicher Hüftgelenke oder Herzklappen beobachtet
worden ist."
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