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Sonar:
Blindenstock kopiert Fledermaus
Ein neuer in Großbritannien
entwickelter Blindenstock kann Hindernisse auf drei Meter Entfernung
erkennen. Dazu nutzt der Stock ein Sonarsystem, wie es ähnlich
auch Fledermäuse besitzen.
(jkm) - Ein kleines Zusatzgerät
sendet für seinen Träger unhörbare Ultraschall-Signale
aus und ermittelt aus den Reflexionen, ob der eingeschlagene Weg
frei ist. Tauchen Hindernisse auf, wird der Nutzer über vier
vibrierende Knöpfe am Blindenstock aufgefordert, die Richtung
zu korrigieren.
25 Sehbehinderte aus England,
Deutschland, Kanada und Australien haben das Gerät bereits
getestet. Das erklärte der Projektleiter Dean Waters von
der University of Leeds gegenüber der Online-Ausgabe des
Magazins "Nature". Die Tests seien erfolgreich verlaufen,
die Passanten auf der Straße hätten zudem großes
Interesse an dem Hightech-Stock gezeigt.
Der Entwickler Waters ist von
Haus aus Zoologe und kam bei Forschungen an Fledermäusen
auf die Idee, die Sonartechnik für Sehbehinderte nutzbar
zu machen. Der Ultraschall-Sender stößt nach Waters
Angaben 60.000 Signale pro Sekunde aus. Je näher sein Träger
einem Hindernis kommt, um so stärker vibrieren die entsprechenden
Knöpfe am Blindenstock.
Die Technik soll gegen Ende des
Jahres auf den Markt kommen. Ein warnender Stock kostet dann etwa
570 Euro.
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