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- 05.09.2003 -

 

 

 

 


 

Rost:

Eisenpuder reinigt Böden und Grundwasser

Die Tatsache, dass Eisen mit der Zeit rostet, könnte bei der Reinigung verseuchter Böden und belasteten Grundwassers helfen.

(jkm) - Ein Forscher der Lehigh University in Bethlehem im US-Bundesstaat Pennsylvania hat festgestellt, dass rostendes Eisen Schadstoffe in seinen Oxidationsprozess einbezieht. Der Wissenschaftler Wei-xian Zhang glaubt, mit feinstem Eisenpuder unter anderem Dioxine, PCBs und organische Schadstoffe abbauen zu können.

Im "Journal of Nanoparticle Research" schreibt Zhang, zusammen mit dem Eisen zerfielen auch giftige Schadstoffe in weniger gefährliche Komponenten. Außerdem sollen sich mit Hilfe der Eisenpartikel Schwermetalle wie Blei, Nickel, Quecksilber oder Uran in eine unlösliche Form umwandeln lassen, die nicht mehr über das Grundwasser aus dem Erdreich geschwemmt werde und deshalb nicht in die Nahrungskette gelange.

 


© ArtToday

Rostendes Eisen könnte nicht nur ein Problem, sondern auch Teil der Lösung sein.

 

Zhang experimentierte mit Eisenpuder, dessen Partikel zwischen ein und hundert Nanometer groß sind. Diese millionstel Millimeter winzigen Teilchen besitzen in der Summe eine tausendfach größere Oberfläche als herkömmliches Eisenpulver und verstärken so die Reaktionen während der Oxidation. Derart feine Substanzen ließen sich besonders gut in belastete Böden einbringen, ist der Forscher überzeugt. Anders als Bakterien zur biologischen Reinigung sei das Eisenpuder unabhängig von den herrschenden Boden-Temperaturen anwendbar.

Die Reinigung des Erdreiches erfolge je nach dem Grad der Belastung innerhalb von Tagen bis Wochen. Das Eisenpuder zersetze sich nach etwa sechs bis acht Wochen und hinterlasse selbst keine bedenklichen Rückstände.

Allein in den USA sieht der Forscher einen Billionen-Dollar-Markt für die Technik. Über tausend kontaminierte Gelände und etwa 150.000 schadhafte unterirdische Tankanlagen belasten derzeit die Umwelt. Hinzu kommen Deponien, brach liegende Bergwerke und stillgelegte Industrieanlagen.

 

 Mehr Informationen:

vista verde: Schadstoffe und Umweltgifte

 

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