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Rost:
Eisenpuder reinigt Böden und Grundwasser
Die Tatsache, dass Eisen mit
der Zeit rostet, könnte bei der Reinigung verseuchter Böden
und belasteten Grundwassers helfen.
(jkm) - Ein Forscher der Lehigh
University in Bethlehem im US-Bundesstaat Pennsylvania hat festgestellt,
dass rostendes Eisen Schadstoffe in seinen Oxidationsprozess einbezieht.
Der Wissenschaftler Wei-xian Zhang glaubt, mit feinstem Eisenpuder
unter anderem Dioxine, PCBs und organische Schadstoffe abbauen
zu können.
Im "Journal of Nanoparticle
Research" schreibt Zhang, zusammen mit dem Eisen zerfielen
auch giftige Schadstoffe in weniger gefährliche Komponenten.
Außerdem sollen sich mit Hilfe der Eisenpartikel Schwermetalle
wie Blei, Nickel, Quecksilber oder Uran in eine unlösliche
Form umwandeln lassen, die nicht mehr über das Grundwasser
aus dem Erdreich geschwemmt werde und deshalb nicht in die Nahrungskette
gelange.

© ArtToday
Rostendes
Eisen könnte nicht nur ein Problem, sondern auch
Teil der Lösung sein.
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Zhang experimentierte mit Eisenpuder,
dessen Partikel zwischen ein und hundert Nanometer groß
sind. Diese millionstel Millimeter winzigen Teilchen besitzen
in der Summe eine tausendfach größere Oberfläche
als herkömmliches Eisenpulver und verstärken so die
Reaktionen während der Oxidation. Derart feine Substanzen
ließen sich besonders gut in belastete Böden einbringen,
ist der Forscher überzeugt. Anders als Bakterien zur biologischen
Reinigung sei das Eisenpuder unabhängig von den herrschenden
Boden-Temperaturen anwendbar.
Die Reinigung des Erdreiches erfolge
je nach dem Grad der Belastung innerhalb von Tagen bis Wochen.
Das Eisenpuder zersetze sich nach etwa sechs bis acht Wochen und
hinterlasse selbst keine bedenklichen Rückstände.
Allein in den USA sieht der Forscher
einen Billionen-Dollar-Markt für die Technik. Über tausend
kontaminierte Gelände und etwa 150.000 schadhafte unterirdische
Tankanlagen belasten derzeit die Umwelt. Hinzu kommen Deponien,
brach liegende Bergwerke und stillgelegte Industrieanlagen.
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