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Umweltgifte:
Quecksilber in Fisch möglicherweise
weniger giftig
Quecksilber in Hochseefischen
ist möglicherweise weniger giftig als bislang angenommen.
(jkm) - Amerikanische Physiker
haben ermittelt, dass das Schwermetall im Fischgewebe in einer
weniger giftigen Form vorliegt, als sie üblicherweise bei
Labortests an Tieren eingesetzt wird.
"Es könnte Grund für
vorsichtigen Optimismus geben", sagt Graham George vom Stanford
Synchrotron Radiation Laboratory im kalifornischen Menlo Park.
Allerdings seien noch viele offene Fragen zu klären, schreiben
der Forscher und seine Kollegen im Magazin "Science".
Vielleicht wandle menschliche Magensäure die weniger giftige
Form, an Schwefel gebundenes Methylquecksilber, wieder in das
giftigere, an Chlor gebundene Methylquecksilber um.
Die akuten und chronischen Effekte
von Quecksilber hängen davon ab, in welcher chemischen Form
es in den Körper gelangt und dort weiter reagiert. Bislang
sei jedoch nur wenig über die Quecksilberform in Fisch bekannt
gewesen, so George und seine Kollegen. Um dies zu ändern,
kauften sie frischen Fisch und bestrahlten ihn mit intensiver
Röntgenstrahlung aus einem Teilchenbeschleuniger. Das Absorptionsspektrum
verglichen sie dann mit jenen von 26 verschiedenen Quecksilberverbindungen.
Die beste Übereinstimmung
ergab sich im Fall von Methylquecksilber, das wiederum an ein
Schwefelatom gebunden ist - etwa den Schwefel in der Aminosäure
Cystein. Versuche an Larven von Zebrafischen hätten gezeigt,
dass diese Quecksilberform 20-mal schwächer toxisch sei als
die Chlor-Variante, schreiben die Forscher. Nun wollen sie ermitteln,
welche Quecksilberform nach dem Fischverzehr letztlich im Körper
eines Säugers auftaucht.
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