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- 26.08.2003 -

 

 

 

 

 


 

Luftschadstoffe:

Metallpartikel verstärken Asthma

Winzige Metallpartikel können, wenn sie als Feinstaub eingeatmet werden, bereits vorhandenes Asthma verschlimmern.

(jkm) - Sind die Partikel klein genug, schweben sogar Metalle. Eingeatmet wirken sie gesundheitsschädigend. Als Feinstaub reizen sie die Lunge und können bereits vorhandenes Asthma verschlimmern. Das haben Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg nachgewiesen.

Die GSF-Forscher Joachim Heinrich und Erich Wichmann verglichen Kinder aus Hettstedt in Sachsen-Anhalt mit Gleichaltrigen aus dem nahe gelegenen Zerbst. Hettstedt ist stark mit Luftschadstoffen belastet, Zerbst vergleichsweise sauber. Hettstedter Kinder leiden deutlich häufiger unter allergischen Atemwegserkrankungen wie Asthma. Die Forscher meinen, den Schadstoffgehalt im Feinstaub für die Situation verantwortlich machen zu können.

In Hettstedt ermittelten sie einen vielfach höheren Gehalt an Blei, Kupfer, Magnesium, Zink und Kadmium als in Zerbst. Die mikroskopisch kleinen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können tief in die Lunge eindringen. Zum Vergleich: Menschliches Haar hat einen Durchmesser von 50 bis 100 Mikrometern.

In Tierversuchen verursachte das Einatmen von Feinstaub Lungenschädigungen und verstärkte die Produktion entzündungsfördernder Zytokine. Der Feinstaub aus Hettstedt löste mehr Entzündungsprozesse aus und verursachte heftigere allergische Reaktionen als der aus dem unbelasteten Gebiet - allerdings nur, wenn die Tiere bereits sensibilisiert waren und zu Asthma neigten. Die Metallpartikel verschlimmern bereits vorhandenes Asthma, verursachen aber keine Neuerkrankungen, bilanzieren die Forscher.

 

 Mehr Informationen:

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

 

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