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Luftschadstoffe:
Metallpartikel verstärken Asthma
Winzige Metallpartikel können,
wenn sie als Feinstaub eingeatmet werden, bereits vorhandenes
Asthma verschlimmern.
(jkm) - Sind die Partikel klein
genug, schweben sogar Metalle. Eingeatmet wirken sie gesundheitsschädigend.
Als Feinstaub reizen sie die Lunge und können bereits vorhandenes
Asthma verschlimmern. Das haben Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums
für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg nachgewiesen.
Die GSF-Forscher Joachim Heinrich
und Erich Wichmann verglichen Kinder aus Hettstedt in Sachsen-Anhalt
mit Gleichaltrigen aus dem nahe gelegenen Zerbst. Hettstedt ist
stark mit Luftschadstoffen belastet, Zerbst vergleichsweise sauber.
Hettstedter Kinder leiden deutlich häufiger unter allergischen
Atemwegserkrankungen wie Asthma. Die Forscher meinen, den Schadstoffgehalt
im Feinstaub für die Situation verantwortlich machen zu können.
In Hettstedt ermittelten sie einen
vielfach höheren Gehalt an Blei, Kupfer, Magnesium, Zink
und Kadmium als in Zerbst. Die mikroskopisch kleinen Partikeln
mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können
tief in die Lunge eindringen. Zum Vergleich: Menschliches Haar
hat einen Durchmesser von 50 bis 100 Mikrometern.
In Tierversuchen verursachte das
Einatmen von Feinstaub Lungenschädigungen und verstärkte
die Produktion entzündungsfördernder Zytokine. Der Feinstaub
aus Hettstedt löste mehr Entzündungsprozesse aus und
verursachte heftigere allergische Reaktionen als der aus dem unbelasteten
Gebiet - allerdings nur, wenn die Tiere bereits sensibilisiert
waren und zu Asthma neigten. Die Metallpartikel verschlimmern
bereits vorhandenes Asthma, verursachen aber keine Neuerkrankungen,
bilanzieren die Forscher.
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