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Gesundheit:
Wie Grüner Tee vor Krebs schützt
Grüner Tee schützt
auf vielfältigere Weise vor Krebs als bislang angenommen,
sind amerikanische Wissenschaftler überzeugt.
(jkm) - Demnach sind es nicht
nur Antioxidantien, denen der Tee seinen günstigen Einfluss
auf die Gesundheit verdankt. Vielmehr verhindern zwei Inhaltsstoffe,
dass beispielsweise Dioxine oder Bestandteile des Zigarettenrauchs
die Genaktivität beeinflussen.
Diese Entdeckung könne vielleicht
erklären, warum der Genuss von Grünem Tee das Krebsrisiko
senke, schreiben die Forscher um Thomas Gasiewicz von der University
of Rochester, New York, im Fachblatt "Chemical Research in
Toxicology". Allerdings bleibe noch zu klären, ob die
beiden Inhaltsstoffe nach dem Trinken unverändert in den
Körper aufgenommen werden.
Gasiewicz und seine Gruppe untersuchten
die Wirkung von Grünem Tee auf ein körpereigenes Protein,
das an der Regulation zahlreicher Gene beteiligt ist. Indem aromatische
Kohlenwasserstoffe an diesen Dioxin- oder Aryl Hydrocarbon-Rezeptor
(AhR) binden, aktivieren sie ihn. Damit verändern sie wiederum
die Genaktivität und damit das Wachstums- und Teilungsverhalten
von Zellen.
Zwei Inhaltsstoffe des Tees verhindern
die Aktivierung des Rezeptors jedoch, fanden die Forscher bei
ihren Untersuchungen an Mäusezellen. Vorläufige Resultate
zeigten, dass ein ähnlicher Effekt auch in menschlichen Zellen
auftrete. Die zwei Substanzen namens Epigallocatechin und Epigallocatechin-Gallat
gehören zu den so genannten Flavonoiden, die auch in Kohl
und Weintrauben reichlich vorhanden sind und zu deren Schutzwirkung
beitragen.
Grüner Tee enthält eine
Unmenge verschiedener Inhaltsstoffe, von denen einige antioxidativ
wirken und Giftstoffe direkt entschärfen können. Gasiewicz
glaubt denn auch nicht, dass der positive Einfluss des Getränks
auf einem einzigen Mechanismus beruht. "Wahrscheinlich entfalten
die Inhaltsstoffe von Grünem Tee ihre Wirkung auf unterschiedliche
Art und Weise", so der Forscher.
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