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Ende der Eiszeit: «Klimakick aus
dem Südpolarmeer»
Ein «Klimakick aus dem
Südpolarmeer» hat zum Ende der letzten Eiszeit auch
auf der Nordhalbkugel geführt.
Bremen (dpa) - Das berichten
Gerrit Lohmann (Universität Bremen) und Gregor Knorr (Universität
Hamburg), die diesen Mechanismus genauer aufgeschlüsselt
haben. Die Erwärmung im Südpolarmeer und das damit verbundene
Schmelzen des Eises habe jene Meeresströmungen verstärkt,
die warmes und recht salziges Wasser bis in den Norden des Atlantiks
transportieren.
Dies habe dazu geführt,
«dass es beim Golfstrom Klick machte». Diese Wärmepumpe
sei vor etwa 15 000 Jahren quasi auf einem Schlag wieder angesprungen,
erläuterte Lohmann. So habe sich mindestens ein Jahrtausend
nach dem Süden auch der hohe Norden erwärmt. Die Temperaturen
im nordatlantischen Raum seien um mehr als sechs Grad Celsius
gestiegen.
Die Klimaforscher haben ihre
Arbeit im britische Fachjournal «Nature» (Bd. 424,
S. 532) vom Donnerstag veröffentlicht. Sie nutzten ein Computer
gestützten dreidimensionales Ozeanmodell. Derzeit untersuchen
viele Wissenschaftler, ob der Golfstrom auf Grund des vom Menschen
verursachten Klimawandels künftig «ins Stottern gerät».
Das könnte trotz allgemeiner weltweiter Erwärmung zu
einer Abkühlung in Europa führen.
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