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Erholung:
Abbau der Ozonschicht verlangsamt
Der weltweite Bann auf Ozon
zerstörende Verbindungen zeigt Wirkung, sind amerikanische
Atmosphärenforscher überzeugt.
(jkm) - Den von den Forschern
analysierten Satellitendaten zufolge hat sich der Ozonabbau in
der oberen Stratosphäre in den letzten Jahren verlangsamt.
Ihre Resultate präsentieren die Wissenschaftler im "Journal
of Geophysical Research - Atmospheres".
"Dies ist der Anfang einer
Erholung der Ozonschicht", sagt Michael Newchurch von der
University of Alabama in Huntsville. Allerdings "sehen wir
keine klaren Beweise dafür, dass der Ozonabbau sich auch
in der unteren Stratosphäre verlangsamt, die 80 Prozent der
schützenden Ozonschicht ausmacht." Hier spielten neben
den eigentlichen Ozon zerstörenden Verbindungen auch Treibhausgase
eine Rolle.
Newchurch und seine Kollegen analysierten
Daten über Ozon, Chlorwasserstoff und Treibhausgase, die
von drei NASA-Satelliten gesammelt worden waren. "Indem diese
Satelliten die Erde umkreisen, sehen sie bei jedem 90-minütigen
Umlauf einen Sonnenuntergang und einen Sonnaufgang", erläutert
der Forscher. Während das Sonnenlicht gewissermaßen
an der Erde "vorbeischramme", nehme es den optischen
Fingerabdruck von in der Atmosphäre enthaltenen Molekülen
und Atomen. Die Analyse dieses Fingerabdrucks erlaube wiederum
Rückschlüsse auf die Chemie der Atmosphäre.
Während Ozon am Erdboden
ein Reizgas ist, schützt die Ozonschicht in Höhen zwischen
25 und 45 Kilometern vor schädlicher ultravioletter Strahlung.
Vor rund 30 Jahren war entdeckt worden, dass von Fluorchlorkohlenwasserstoffen
(FCKW) und anderen Verbindungen freigesetztes Chlor den Abbau
des Schutzschildes bewirkt. Durch das 1987 verabschiedete Montreal-Protokoll
und Folgeabkommen war die Herstellung dieser Substanzen, die bis
dahin breite Verwendung in Treibgasen, Kühl- und Flammschutzmitteln
gefunden hatten, deutlich eingeschränkt worden.
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