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Umweltbundesamt: Weniger gefährliche
Ozontage trotz Hitze
Trotz der Hitzewelle in diesem
Jahr nimmt die gefährliche Ozonbelastung weiter ab. Der Grund
ist nach Angaben des Umweltbundesamtes der Einsatz von Autokatalysatoren.
Hamburg (dpa) - Die 360 Messstellen
in Deutschland hätten im diesem Jahr erst fünf Stunden
mit kritischen Ozonbelastungen von mehr als 240 Mikrogramm pro
Kubikmeter Luft gemessen, teilte das Umweltbundesamt in Berlin
am Freitag mit. Zwischen 1990 und 2002 sei die Stundenzahl von
310 auf 19 zurückgegangen. Dies sei vor allem auf eine Halbierung
der Stickstoffbelastung in der Luft durch den Einsatz von Katalysatoren
im Verkehr zurückzuführen, erklärte Karsten Klenner
von der Behörde.
Ozon reizt unter anderem die
Atemwege, verringert die Leistungsfähigkeit und kann in hohen
Konzentrationen zu Asthma führen. Quer durch alle Bevölkerungsgruppen
reagieren nach Angaben des Umweltbundesamtes etwa 10 bis 15 Prozent
der Bevölkerung empfindlich auf Ozon. In der Nähe zum
Boden entsteht das Gas durch eine vom Sonnenlicht ausgelöste
Reaktion von Stickstoffoxid. Ozon gilt als Hauptauslöser
des so genannten Sommersmogs.
Ungeachtet der Erfolge bei den
Ozon-Spitzenbelastungen hat das Umweltbundesamt in den vergangenen
Jahren jedoch gleichzeitig einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen
Ozonkonzentration in der Luft beobachtet. Seit 1990 sei der Jahresmittelwert
der Ozonkonzentration von 41 auf 46 Mikrogramm je Kubikmeter Luft
angestiegen, sagte Klenner. Dies sei vor allem auf den grenzüberschreitenden
Luftaustausch zurückzuführen.
In den europäischen Nachbarstaaten
sei die Luftbelastung nicht in dem Maße zurückgegangen
wie in Deutschland. Da sich die verschmutzte Luft jedoch auf dem
Weg nach Deutschland mit sauberer Luft vermische, führe diese
nicht zu solchen Spitzenwerten wie lokale Luftverschmutzungen.
«Der Anstieg des Durchschnittswerts ist nicht akut gesundheitsgefährdend»,
sagte Klenner.
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