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- 25.07.2003 -

 

 

 

 

 


 

Umweltbundesamt: Weniger gefährliche Ozontage trotz Hitze

Trotz der Hitzewelle in diesem Jahr nimmt die gefährliche Ozonbelastung weiter ab. Der Grund ist nach Angaben des Umweltbundesamtes der Einsatz von Autokatalysatoren.

Hamburg (dpa) - Die 360 Messstellen in Deutschland hätten im diesem Jahr erst fünf Stunden mit kritischen Ozonbelastungen von mehr als 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, teilte das Umweltbundesamt in Berlin am Freitag mit. Zwischen 1990 und 2002 sei die Stundenzahl von 310 auf 19 zurückgegangen. Dies sei vor allem auf eine Halbierung der Stickstoffbelastung in der Luft durch den Einsatz von Katalysatoren im Verkehr zurückzuführen, erklärte Karsten Klenner von der Behörde.

Ozon reizt unter anderem die Atemwege, verringert die Leistungsfähigkeit und kann in hohen Konzentrationen zu Asthma führen. Quer durch alle Bevölkerungsgruppen reagieren nach Angaben des Umweltbundesamtes etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung empfindlich auf Ozon. In der Nähe zum Boden entsteht das Gas durch eine vom Sonnenlicht ausgelöste Reaktion von Stickstoffoxid. Ozon gilt als Hauptauslöser des so genannten Sommersmogs.

Ungeachtet der Erfolge bei den Ozon-Spitzenbelastungen hat das Umweltbundesamt in den vergangenen Jahren jedoch gleichzeitig einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen Ozonkonzentration in der Luft beobachtet. Seit 1990 sei der Jahresmittelwert der Ozonkonzentration von 41 auf 46 Mikrogramm je Kubikmeter Luft angestiegen, sagte Klenner. Dies sei vor allem auf den grenzüberschreitenden Luftaustausch zurückzuführen.

In den europäischen Nachbarstaaten sei die Luftbelastung nicht in dem Maße zurückgegangen wie in Deutschland. Da sich die verschmutzte Luft jedoch auf dem Weg nach Deutschland mit sauberer Luft vermische, führe diese nicht zu solchen Spitzenwerten wie lokale Luftverschmutzungen. «Der Anstieg des Durchschnittswerts ist nicht akut gesundheitsgefährdend», sagte Klenner.

 

 Mehr Informationen:

Umweltbundesamt:
- Aktuelle Ozonwerte
- Sommersmog

 

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