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Klima: Mensch bestimmt Ausdehnung der
Atmosphäre
Wissenschaftler haben weitere
Belege für den Einfluss des Menschen auf das Weltklima gefunden.
Die wetterbestimmende Schicht unserer Atmosphäre dehnt sich
aus.
(jkm) - In den letzten Jahrzehnten
hat sich die unterste Schicht der Atmosphäre regelrecht aufgebläht.
Eine internationale Forschergruppe hat nun ermittelt, dass der
größte Teil dieser Ausdehnung auf menschliche Aktivitäten
zurückgeht. Zumindest seit Ende der 70er-Jahre scheinen natürliche
Faktoren den Prozess sogar gebremst zu haben, berichten die Forscher
im Magazin "Science".
Unser Wetter wird in der turbulent
durchmischten Troposphäre "gemacht". Diese Atmosphärenschicht
reicht vom Erdboden bis in eine Höhe von etwa 16 Kilometern
über dem Äquator bzw. 8 Kilometern über den Polen.
Von der deutlich stabiler geschichteten Stratosphäre wird
sie durch eine Art Sprungschicht getrennt, die so genannte Tropopause.
Diese hat sich zwischen 1979 und 1999 um rund 200 Meter in die
Höhe verlagert.
Benjamin Santer vom kalifornischen
Lawrence Livermore National Laboratory und seine US-amerikanischen,
britischen und deutschen Kollegen suchten, mit Hilfe von Computermodellen
den "Fingerabdruck" des Menschen in der Verlagerung
zu erkennen. Dazu ermittelten sie den Einfluss der natürlichen
Faktoren Sonneneinstrahlung bzw. Vulkanismus und der anthropogenen
Faktoren Treibhausgase, Ozon bzw. Schwefelaerosole. In mehreren
Experimenten variierten sie jeweils nur einen Faktor, nur die
natürlichen bzw. anthropogenen oder aber alle Faktoren gleichzeitig.
Leichte Verlagerungen der Tropopause
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gingen demnach
hauptsächlich auf vulkanische Aerosole zurück. Seit
1950 sind jedoch die Konzentrationsveränderungen der Treibhausgase
und des Ozons die dominierenden Faktoren. Erstere bewirken eine
Erwärmung der Troposphäre, letztere eine Abkühlung
der Stratosphäre. Gemeinsam "drücken" bzw.
"ziehen" sie die Tropopause in größere Höhen.
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