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- 22.07.2003 -

 

 

 


 

Ermittelt: Wie viel Sternlein stehen

Im sichtbaren Universum gibt es mehr Sterne als Sandkörner an den Stränden und in den Wüsten der Erde, hat eine internationale Astronomengruppe ermittelt.

(jkm) - Genauer gesagt: Es sind etwa siebzig Trilliarden oder siebzigtausend Milliarden Milliarden - ausgeschrieben eine Sieben mit 22 Nullen. "Das verursacht selbst einem professionellen Astronom Schwindel, der den Umgang mit monströsen Zahlen gewohnt ist", sagt Simon Driver von der Australian National University in Canberra. Gemeinsam mit australischen, britischen und US-amerikanischen Kollegen stellte er die bislang genaueste Schätzung der Sternenzahl an.

Dazu zählten die Forscher sämtliche Galaxien in einer kleinen Region des Alls und schätzten anhand deren Helligkeit, wie viele Sterne sie enthielten. Diese Zahl extrapolierten sie dann auf den gesamten, mit derzeitigen Teleskopen erkennbaren Bereich des Universums. Das Resultat präsentierte Driver nun auf dem Treffen der Internationalen Astronomischen Union in Sydney. "Die wirkliche Zahl könnte viel, viel höher liegen", so der Forscher. "Einige Leute glauben, dass sie unendlich ist."

 


© NASA/FORS Team/8.2-meter VLT/ESO

Der Krabben-Nebel im Sternbild Stier in 7000 Lichtjahren Entfernung. Einer der schönsten Anblicke am Himmel entstand durch eine Supernova im Jahre 1054. Er erreichte damals die vierfache Helligkeit der Venus und war 23 Tage hindurch am Tageshimmel zu sehen. Insgesamt konnte die Supernova 653 Nächte hindurch mit dem bloßen Auge am Himmel verfolgt werden. Astronomen aus China und (wahrscheinlich) auch der Anasazi-Indianer berichteten von dieser Beobachtung.

 

Nur 100 Sterne in der Großstadt

Ohne Hilfsmittel kann das menschliche Auge etwa 5.000 Sterne am Nachthimmel ausmachen. Das gilt allerdings nur, wenn man sich in einer der am wenigsten stark durch Kunstlicht "verschmutzten" Regionen der Erde befindet. Wer sich inmitten einer hell erleuchteten Großstadt aufhält, kann lediglich 100 Sterne am Firmament funkeln sehen.

 

 Mehr Informationen:

The 2dF Galaxy Redshift Survey

Anglo-Australian Observatory: Die schönsten Bilder

Die schönsten Bilder der NASA

 

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