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Ermittelt: Wie viel Sternlein stehen
Im sichtbaren Universum gibt
es mehr Sterne als Sandkörner an den Stränden und in
den Wüsten der Erde, hat eine internationale Astronomengruppe
ermittelt.
(jkm) - Genauer gesagt: Es sind
etwa siebzig Trilliarden oder siebzigtausend Milliarden Milliarden
- ausgeschrieben eine Sieben mit 22 Nullen. "Das verursacht
selbst einem professionellen Astronom Schwindel, der den Umgang
mit monströsen Zahlen gewohnt ist", sagt Simon Driver
von der Australian National University in Canberra. Gemeinsam
mit australischen, britischen und US-amerikanischen Kollegen stellte
er die bislang genaueste Schätzung der Sternenzahl an.
Dazu zählten die Forscher
sämtliche Galaxien in einer kleinen Region des Alls und schätzten
anhand deren Helligkeit, wie viele Sterne sie enthielten. Diese
Zahl extrapolierten sie dann auf den gesamten, mit derzeitigen
Teleskopen erkennbaren Bereich des Universums. Das Resultat präsentierte
Driver nun auf dem Treffen der Internationalen Astronomischen
Union in Sydney. "Die wirkliche Zahl könnte viel, viel
höher liegen", so der Forscher. "Einige Leute glauben,
dass sie unendlich ist."

© NASA/FORS Team/8.2-meter VLT/ESO
Der Krabben-Nebel
im Sternbild Stier in 7000 Lichtjahren Entfernung. Einer
der schönsten Anblicke am Himmel entstand durch eine
Supernova im Jahre 1054. Er erreichte damals die vierfache
Helligkeit der Venus und war 23 Tage hindurch am Tageshimmel
zu sehen. Insgesamt konnte die Supernova 653 Nächte
hindurch mit dem bloßen Auge am Himmel verfolgt
werden. Astronomen aus China und (wahrscheinlich) auch
der Anasazi-Indianer berichteten von dieser Beobachtung.
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Nur 100 Sterne in der Großstadt
Ohne Hilfsmittel kann das menschliche
Auge etwa 5.000 Sterne am Nachthimmel ausmachen. Das gilt allerdings
nur, wenn man sich in einer der am wenigsten stark durch Kunstlicht
"verschmutzten" Regionen der Erde befindet. Wer sich
inmitten einer hell erleuchteten Großstadt aufhält,
kann lediglich 100 Sterne am Firmament funkeln sehen.
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