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Raumfahrt:
Satelliten warnen vor Seuchen
Mit Hilfe von Satelliten wird
die europäische Weltraumorganisation ESA künftig nach
dem Ebola-Virus suchen sowie Seuchen vorhersagen.
(jkm) - Ab nächstem Jahr
erstellen die Forscher detaillierte Vegetationskarten des Kongos
und Gabuns. Die Kartierung ist Teil des neuen ESA-Projektes Epidemio,
welches Erdbeobachtungsdienste für Epidemiologen entwickelt.
Das Ebola-Virus taucht immer wieder
in Zentralafrika auf. Es kann zu unstillbaren inneren und äußeren
Blutungen bei Menschen und Menschenaffen führen. Unbekannt
ist noch immer der im Dschungel lebende Zwischenwirt des Virus.
"Durch den Vergleich mit bekannten infizierten Gegenden können
mittels Fernerkundung andere verdächtige Gegenden festgestellt
werden", hofft Ghislain Moussavou vom Internationale Zentrum
für Medizinische Forschung (CIRMF) in Gabun. Das Zentrum
wird die Satellitendaten mit Ergebnissen eigener Feldforschung
zusammenführen.
"Es ist nicht möglich,
das Blut von Tieren im gesamten Zielgebiet von ungefähr 400
Quadratkilometern Dschungel zu testen", erklärt Moussavou,
"es ist jedoch nützlich, die Anstrengungen der Teams,
die die Tiere in diesen Gebieten sammeln, zu fokussieren."
Das Tierblut könne dann auf Ebola-Spuren untersucht werden:
"In Gabun und im Kongo haben wir eine jährliche Wiederkehr
der Ebola-Ausbrüche beobachtet. Daraus folgt, dass der Lebensraum
des Wirtstieres durch bestimmte Umweltbedingungen gekennzeichnet
ist."
Die gesammelten Daten werden auch
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung gestellt.
Diese hat mit der GIS-Software HealthMapper eine eigene Auswertung
entwickelt, die in mehr als 70 Ländern benutzt wird. "Unser
System hängt letztendlich von Felddaten ab, Fernerkundung
könnte jedoch eine nützliche Ergänzung sein,"
sagt Jean-Pierre Meert von der WHO.
"Lokale Landkarten sind oft
30 Jahre überaltert, deshalb haben wir um hochauflösende
Bilder von Städten gebeten, von Casablanca in Marokko bis
zu Vientiane in Laos, um medizinische Aktionen, wie z. B. Standortentscheidungen
für städtische Kliniken, besser planen zu können.
Wir hoffen außerdem, nomadisierende Stämme besser im
Auge zu behalten, um sie besser mit medizinischer Hilfe versorgen
zu können."
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