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- 17.07.2003 -

 

 

 

 

 


 

Raumfahrt:

Satelliten warnen vor Seuchen

Mit Hilfe von Satelliten wird die europäische Weltraumorganisation ESA künftig nach dem Ebola-Virus suchen sowie Seuchen vorhersagen.

(jkm) - Ab nächstem Jahr erstellen die Forscher detaillierte Vegetationskarten des Kongos und Gabuns. Die Kartierung ist Teil des neuen ESA-Projektes Epidemio, welches Erdbeobachtungsdienste für Epidemiologen entwickelt.

Das Ebola-Virus taucht immer wieder in Zentralafrika auf. Es kann zu unstillbaren inneren und äußeren Blutungen bei Menschen und Menschenaffen führen. Unbekannt ist noch immer der im Dschungel lebende Zwischenwirt des Virus. "Durch den Vergleich mit bekannten infizierten Gegenden können mittels Fernerkundung andere verdächtige Gegenden festgestellt werden", hofft Ghislain Moussavou vom Internationale Zentrum für Medizinische Forschung (CIRMF) in Gabun. Das Zentrum wird die Satellitendaten mit Ergebnissen eigener Feldforschung zusammenführen.

"Es ist nicht möglich, das Blut von Tieren im gesamten Zielgebiet von ungefähr 400 Quadratkilometern Dschungel zu testen", erklärt Moussavou, "es ist jedoch nützlich, die Anstrengungen der Teams, die die Tiere in diesen Gebieten sammeln, zu fokussieren." Das Tierblut könne dann auf Ebola-Spuren untersucht werden: "In Gabun und im Kongo haben wir eine jährliche Wiederkehr der Ebola-Ausbrüche beobachtet. Daraus folgt, dass der Lebensraum des Wirtstieres durch bestimmte Umweltbedingungen gekennzeichnet ist."

Die gesammelten Daten werden auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung gestellt. Diese hat mit der GIS-Software HealthMapper eine eigene Auswertung entwickelt, die in mehr als 70 Ländern benutzt wird. "Unser System hängt letztendlich von Felddaten ab, Fernerkundung könnte jedoch eine nützliche Ergänzung sein," sagt Jean-Pierre Meert von der WHO.

"Lokale Landkarten sind oft 30 Jahre überaltert, deshalb haben wir um hochauflösende Bilder von Städten gebeten, von Casablanca in Marokko bis zu Vientiane in Laos, um medizinische Aktionen, wie z. B. Standortentscheidungen für städtische Kliniken, besser planen zu können. Wir hoffen außerdem, nomadisierende Stämme besser im Auge zu behalten, um sie besser mit medizinischer Hilfe versorgen zu können."

 


© ArtToday

Auch Menschenaffen wie dieser Fachland-Gorilla werden in Zentralafrika von Ebola befallen.

 

 Mehr Informationen:

ESA

WHO: Health Mapping

Ebola-Virus (RKI)

 

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