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Medizin:
Winzige Bläschen warnen vor Krebs
Mikroskopisch kleine Bläschen
können auf Krebstumore hinweisen. In die Blutbahn injiziert,
ermöglichen die Blasen auch eine Vorhersage über die
Bildung von Metastasen.
(jkm) - Amerikanische Forscher
haben diesen Effekt im Versuch an Mäusen nachgewiesen. Bei
Ultraschallmessungen konnten sie die Ansammlung der Bläschen
um Tumorgewebe herum beobachten.
Wenn ein Tumor entsteht, baut
er zuerst den Anschluss an die Blutversorgung des Körpers
auf, um sich mit Nährstoffen zu versorgen. Das rege Wachstums
von Blutgefäßen könne deshalb den Krebs verraten,
erklärt Jonathan Lindner von der University of Virginia.
Der Forscher und sein Team spüren Tumore mit Hilfe so genannter
Mikrobläschen auf. Die Blasen, die nur halb so groß
wie rote Blutkörperchen sind, kommen häufig zum Einsatz,
wenn der Blutfluss und die Herztätigkeit eines Patienten
untersucht werden sollen. Weil die Bläschen Ultraschallwellen
reflektieren, lassen sie sich als eine Art Kontrastmittel einsetzen.
Um die Wanderung der Mikrobläschen
zu steuern, siedelte Lindner einzelne Moleküle des Schlangengifts
Echistatin auf der Bläschen-Oberfläche an. Dadurch wurden
die Bläschen darauf ausgerichtet, sich ausschließlich
an die Innenseite junger Blutgefäße anzulagern. Derart
vorbehandelte Bläschen spritzten die Forscher in die Köpfe
von Mäusen mit Hirntumoren. Innerhalb von zehn Minuten habe
man auf Ultraschallbildern sehen können, wo sich die Bläschen
ablagerten, schreiben die Forscher im Fachblatt "Circulation".
"Wir können mit dieser
Technik schon bald Krebs beim Menschen diagnostizieren",
hofft Lindner. "Die Mikrobläschen könnten dem Patienten
und seinem Arzt exakt verraten, wie sich ein Tumor in Zukunft
verhält." Je mehr Bläschen man in seinem Umfeld
finde, um so aktiver sei der Tumor und um so wahrscheinlicher
sei die Ausbreitung des Krebses im Körper.
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