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Lebensmittel:
Neuer Geschmacksverstärker entdeckt
Forscher haben eine Substanz
entwickelt, die salzigen und süßen Geschmack in Speisen
verstärkt. Damit wäre es möglich, Salz, Zucker
und eine Reihe von Gewürzen sparsamer zu dosieren.
(jkm) - Die von Lebensmittelchemikern
aus Deutschland und der Schweiz entwickelte Substanz könnte
zudem eine Alternative zum herkömmlichen Geschmacksverstärker
Glutamat sein, der in zu hohen Dosen ungesund sein kann.
Der neue Geschmacksverstärker
namens Alapyridaine konnte aus Rinderbrühe isoliert werden,
schreiben die Forscher im Fachblatt "Chemical Senses".
Der selbst geschmacklose Stoffe könne nahezu alle Geschmacksrichtungen
verstärken, nur Saures und Bitteres bleibe unverändert,
sagte Forschungsleiter Thomas Hofmann vom Institut für Lebensmittelchemie
der Universität Münster dem Online-Magazin von "Nature".
Weil die Vorliebe für entsprechende Speisen aber eher selten
sei, könne die Lebensmittelindustrie mit dieser Einschränkung
sicher leben.
Wie und warum Geschmacksverstärker
überhaupt funktionieren, können die Forscher noch nicht
sicher sagen. So ist zum Beispiel unklar, warum eine Prise Salz
die Süße in Keks und Kuchen betont. Vermutlich liegt
der Schlüssel im Zusammenspiel der Geschmacksknospen. Für
die Grundrichtungen süß, salzig, sauer, bitter und
umami - den "Wohlgeschmack" - sind jeweils unterschiedliche
Sinneszellen zuständig.
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