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- 03.07.2003 -

 

 

 

 

 

 


 

Atmosphäre:

Einfluss von Meersalz auf globales Klima entdeckt

Chemiker haben einen unterschätzten Mitspieler beim globalen Klima entdeckt: das Meersalz.

Washington/New York (dpa) - Die winzigen Salzanteile in der Meeresbrise legen sich nicht nur auf Zunge, Haut und Haare, sondern driften in die Erdatmosphäre und spielen dort eine weitaus größere Rolle als bisher angenommen, berichten US-Forscher in der Online-Ausgabe des Fachjournals «Science» (Sciencexpress) vom Freitag.

Demnach haben die Meersalz-Partikel in der Atmosphäre einen erheblichen Anteil bei der Umwandlung von Schwefeldioxid zu Schwefelsäure. Sie seien damit auch ein wichtiger Faktor bei der Entstehung des sauren Regens, schreiben die Forscher um Alexander Laskin vom Pazifischen Nordwest-Labor des amerikanischen Energieministeriums und der Universität von Kalifornien in Irvine.

Schwefeldioxid wird bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen mit Schwefelanteil frei. Allerdings ist der Ausstoß durch moderne der Filtertechnik stark gesunken. Es entsteht außerdem, wenn natürlich vorkommende Substanzen mit Schwefelgehalt in die Atmosphäre gelangen und dort chemische Reaktionen eingehen. Zu Schwefelsäure verwandelt trägt es nicht nur zum sauren Regen bei, sondern auch zu jenem Dunst in der Atmosphäre, der sich auf die Wolkenbildung auswirkt und damit entscheidenden Einfluss auf das Klima hat.

Das Team simulierte im Labor den Sprühnebel des Meeres und brachte seine Salzpartikel dann mit drei wichtigen Elementen zusammen, die in der Erdatmosphäre reichlich vorkommen: Ozon, Wasserdampf und Licht. Durch die Reaktion verloren die Salzpartikel ihre Neutralität und wurden basisch. «Klimatologen hatten angenommen, dass Salzteilchen in der Atmosphäre schnell säurehaltig werden, und hatten deshalb ihre Rolle auf das Klima unterschätzt», merkt Laskin an.

Als Basen hingegen könnten die Partikel weitaus mehr Schwefeldioxid aufnehmen und umwandeln als vermutet. Deshalb müssten sie künftig stärker in die Klimaberechnungen miteinbezogen werden. Da drei Viertel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sei, treten laut Laskin «erhebliche Anteile von Meeressalzteilchen in die untere Atmosphäre ein und könnten wegen ihrer minutiösen Größe weite Strecken mitgetragen werden.

 


© ArtToday

Meersalz spielt in der Erdatmosphäre eine weitaus größere Rolle als bisher angenommen.


 Mehr Informationen:

Ruhr-Universität Bochum

Kosmische Strahlung

 

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