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Öko-Kost:
Nicht gesünder, aber besser erzeugt
Öko-Lebensmittel sind
nicht gesünder als konventionell angebaute Nahrung. Die Öko-Ware
hat aber eine hohe Qualität und ist hinsichtlich ihrer Erzeugung
in vielen Punkten überlegen.
(jkm) - Dies geht aus einer Studie
hervor, die der Senat der Bundesforschungsanstalten veröffentlicht
hat. "Der jetzt vorgelegte Bericht ist die umfassendste Studie,
die bislang zu diesem Thema in Deutschland erarbeitet wurde",
erklärte Bernhard Tauscher, Sprecher der Senatsarbeitsgruppe
und Leiter der Bundesforschungsanstalt für Ernährung
(BFE) in Karlsruhe.
Der Anspruch des Ökolandbaus,
weitgehend in geschlossenen Kreisläufen zu wirtschaften,
wirke sich günstig auf den Naturhaushalt aus, schreiben die
Forscher. Die Artenvielfalt an Ackerwildkräutern und Insekten
sei auf Ökoflächen meist höher als auf konventionell
bewirtschafteten Äckern. Allerdings sei der Flächenbedarf
im Ökolandbau wegen des geringeren Ertragsniveaus größer.
Generell finde man in Ökoprodukten
wesentlich weniger Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln.
Gänzlich frei davon seien sie aber nicht. Die Studie zitiert
eine aktuelle Untersuchung, in der 1.041 Obst- und Gemüseproben
aus ökologischem und 1.836 Proben aus nicht-ökologischem
Anbau geprüft wurden. In 0,1 Prozent der Proben aus ökologischem
Anbau waren die Höchstmengen überschritten, bei konventionell
erzeugten Produkten lag der Wert bei 1,7 Prozent.
Einige wertvolle sekundäre
Pflanzenstoffe könnten bei Obst und Gemüse aus Ökoanbau
in höheren Konzentrationen vorliegen, sagen die Forscher.
Bei der Milch könne die begrenzte Fütterungsintensität
der Kühe im Ökolandbau zu geringeren Eiweißgehalten
führen, der Gehalt an Vitaminen und Calcium wie auch das
Fettsäuremuster würden durch die Produktionsweise nicht
beeinflusst. Signifikante Unterschiede im gesundheitlichen Wert
von Milch aus verschiedenen Produktionsrichtungen seien daher
wenig wahrscheinlich.
Die Erkenntnisse erlaubten nicht
den Schluss, dass der ausschließliche oder überwiegende
Verzehr von Öko-Lebensmitteln die Gesundheit des Menschen
direkt fördern würde. Die Autoren der Studie betonen,
für die Gesundheit des Menschen sei in erster Linie eine
ausgewogene Ernährung wichtig. Sie empfehlen weniger Fett
und Fleisch, jedoch mehr Gemüse und Obst. Bewusste Ernährung
müsse außerdem mit viel körperlicher Bewegung
einher gehen.
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