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- 13.06.2003 -

 

 

 

 

 


 

Ozonabbau:

Mögliche Kehrseite der Wasserstoff-Wirtschaft

Die Tücken der Technik machen Wasserstoff zu einem weniger umweltfreundlichen Brennstoff als gemeinhin angenommen.

(jkm) - Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher im Magazin "Science", denn bei einer Umstellung von fossilen Brennstoffen auf Wasserstoff würden kaum vermeidbare Gaslecks zu einer Abkühlung der Atmosphäre und zu hartnäckigeren Ozonlöchern führen.

"Dieses Mal haben wir die einzigartige Möglichkeit, die Folgen unseres Handelns zu begreifen, noch bevor wir auf die neue Technologie umsatteln", sagt Tracey Tromp vom California Institute of Technology in Pasadena. "Es wäre nicht so wie im Falle des Verbrennungsmotors, als wir die Effekte des Kohlendioxids erst Jahrzehnte später erkannten."

Tromp und ihre Kollegen gehen davon aus, dass 10 bis 20 Prozent des Wasserstoffs bei der Erzeugung, beim Transport und aus den Brennstoffzellen in die Atmosphäre entfleuchen könnten. Würden sämtliche mit Öl oder Benzin betriebenen Anlagen durch Brennstoffzellen ersetzt, bedeute dies jährliche Emissionen von bis zu 120 Teragramm (Millionen Tonnen) Wasserstoff. Die weltweiten Wasserstoff-Emissionen würden sich damit verdreifachen.

Wasserstoff steigt rasch in große Höhen auf und reagiert dort mit Sauerstoff zu Wasser. Vor allem in hohen Breiten würden der Wassergehalt der Stratosphäre und damit die Wolkenbildung deutlich zunehmen, ergaben die Computersimulationen der Forscher. Die folgende Abkühlung würde die polaren Luftwirbel und damit die Ozonlöcher stabilisieren. Trump und ihre Kollegen schätzen, dass sich die Fläche des arktischen Ozonlochs um sieben Prozent, die des antarktischen um vier Prozent vergrößern könnte.

Die Forscher betonen, dass es zahlreiche Unsicherheiten gibt, beispielsweise die Aufnahme des freigesetzten Wasserstoffs durch Flora und Fauna und die Schnelligkeit, mit der die Wasserstoff-Wirtschaft realisiert werden könnte. Der verringerte Ausstoß von Ozon-abbauenden Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) wirke sich nämlich erst in einigen Jahrzehnten in der Stratosphäre aus. Komme die Wasserstoff-Wirtschaft früher, könne sie die Wirkung der "Ozonkiller" verstärken. Komme sie später, spiele das Ozonloch kaum noch eine Rolle.

 

 Mehr Informationen:

California Institute of Technology

Wasserstoff

DIE ZEIT: Wikinger auf sauberem Kurs

Informationsinitiative Brennstoffzelle

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- Brennstoffzelle

 

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