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- 06.06.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

NASA-Studie: Die Erde wird immer grüner

Die Erde ist als Folge der Klimaveränderungen in den vergangenen 20 Jahren immer grüner geworden.

Washington (dpa) - Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine am Donnerstag veröffentlichte gemeinsame Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA und des US-Energieministeriums. Die Produktion an organischer Substanz durch die Pflanzen sei von 1982 bis 1999 um sechs Prozent gestiegen.

Der Großteil des Zuwachses sei auf die tropischen Regionen und die äußersten nördlichen Breiten der Erde verteilt. Allein 42 Prozent entfallen laut Studie auf das Amazonasgebiet. Dort, wo Licht ein limitierender Faktor für das Pflanzenwachstum sei, gebe es nun weniger Wolken. In kalten weit nördlich liegenden Gebieten sei es wärmer geworden, so dass die Pflanzen dort besser wachsten könnten. Ähnliche Daten zu den nördlichen Breiten hatte die NASA bereits im September 2001 veröffentlicht.

 


© University of Montana

Besonders die Tropen profitieren vom Klimawandel: Prozentuale Änderung der jährlichen globalen Netto-Primärproduktion (NPP) von 1982-1999. Purpurne Flächen markieren die stärkste Zunahme (2%), blaue und rote eine Abnahme der NPP.

 

Klimaveränderungen als Hauptursache für Pflanzenwachstum

Einer der Mitautoren der Studie, Charles Keeling vom Scripps- Institut in La Jolla (Kalifornien), verwies darauf, dass es völlig offen sei, ob das schnelle Wachstum das Ergebnis kurzfristiger Wetterzyklen oder einer langfristigen Klimaveränderung ist.

Ramakrishna Nemani von der Universität Montana in Missoula erklärte dagegen, «unsere Studie sieht Klimaveränderungen als die Hauptursache für den Anstieg des Pflanzenwachstums in den vergangenen zwei Jahrzehnten». Im untersuchten Zeitraum gab es drei Mal Einflüsse durch El Nino, eine Veränderung der tropischen Bewölkung und des Monsunregens sowie eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre um 9,3 Prozent.

Das Pflanzenwachstum sei zudem nur ein Aspekt der komplexen Reaktion der Erde auf den Klimawandel, betonen die Autoren im US- Fachjournal «Science» (Bd. 300, S. 1560) vom Freitag.

Eine im Jahr 2002 veröffentlichte Studie zeigte, dass aus den Flüssen und Überschwemmungsgebieten des Amazonasbeckens große Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen. Ein erheblicher Teil des Gases wurde demnach ursprünglich von den Pflanzen an Land gebunden und gelangte dann mit den Pflanzenresten ins Wasser, wo es wieder freigesetzt wurde («Nature», Bd. 416, S. 617).

 

 Mehr Informationen:

NASA Goddard Space Flight Center (mit Karten und Animationen)

vista verde: Klima

 

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