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Ernährung:
Wie Fisch dem Herz nützt
Fisch ist nicht nur lecker,
sondern auch gesund. Warum das so ist, haben Mediziner jetzt herausgefunden.
(jkm) - Dass Fischverzehr das
Herz schützt, ist seit langem bekannt. Im Fachblatt "Circulation"
präsentieren amerikanische Mediziner nun eine Erklärung
für dieses Phänomen. Bestimmte Fettsäuren im Fischöl
verhindern demnach das Auftreten lebensbedrohlicher Störungen
des Herzrhythmus.
Ausschlaggebend seien mehrfach
ungesättigte omega-3-Fettsäuren, schreiben Alexander
Leaf von der Harvard University in Boston, Massachusetts, und
seine Kollegen. "Tierversuche zeigen, dass omega-3-Fettsäuren
in den Zellmembranen der Herzzellen gespeichert werden und so
dem plötzlichem Herztod oder tödlichen Arrhythmien vorbeugen
können."
Omega-3-Fettsäuren verdanken
ihren Namen einer chemischen Doppelbindung zwischen dem drittletzten
und dem viertletzten Kohlenstoffatom in der Molekülkette.
Mehrere Studien hatten gezeigt, dass diese Fettsäuren und
ihre Stoffwechselprodukte nicht nur das Herz, sondern auch die
Blutgefäße schützen, indem sie erhöhte Blutfettwerte
senken und Entzündungs- und Gerinnungsvorgänge im Zaum
halten. Besonders ergiebige Quellen sind Hering, Makrele, Thunfisch
und Lachs.
Laut Leaf und seinen Kollegen
wirken sich omega-3-Fettsäuren auch positiv auf die elektrischen
Vorgänge im Herzen aus. Für ihre Untersuchungen nutzten
sie Herzmuskelzellen neugeborener Ratten, die sich in einer Kulturschale
von selbst zu einem Netzwerk verbinden und einen autonomen Kontraktionsrhythmus
zeigen. Versorgten die Forscher die Kulturzellen mit omega-3-Fettsäuren,
kamen diese nach Zugabe von Giftstoffen seltener aus dem Schlagrhythmus.
Offenbar verhinderten die Fettsäuren eine übermäßige
Aktivierung von Natrium- und Calciumkanälen in den Zellmembranen.
"Omega-3-Fettsäuren
sind seit zwei bis vier Millionen Jahren Teil der menschlichen
Ernährung", schreiben die Mediziner, "in dieser
Zeit haben sich unsere Gene den Lebensumständen angepasst,
einschließlich der Nahrung." Die regelmäßige
Zufuhr, etwa in Form von zwei Fischgerichten pro Woche, sei daher
nicht nur sicher, sondern durchaus empfehlenswert. Patienten mit
Erkrankungen der Herzkranzgefäße könnten vielleicht
von entsprechenden Nahrungsergänzungen profitieren - allerdings
erst nach Absprache mit ihrem Arzt.
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