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- 27.05.2003 -

 

 

 

 

 

 


 

Ernährung:

Wie Fisch dem Herz nützt

Fisch ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Warum das so ist, haben Mediziner jetzt herausgefunden.

(jkm) - Dass Fischverzehr das Herz schützt, ist seit langem bekannt. Im Fachblatt "Circulation" präsentieren amerikanische Mediziner nun eine Erklärung für dieses Phänomen. Bestimmte Fettsäuren im Fischöl verhindern demnach das Auftreten lebensbedrohlicher Störungen des Herzrhythmus.

Ausschlaggebend seien mehrfach ungesättigte omega-3-Fettsäuren, schreiben Alexander Leaf von der Harvard University in Boston, Massachusetts, und seine Kollegen. "Tierversuche zeigen, dass omega-3-Fettsäuren in den Zellmembranen der Herzzellen gespeichert werden und so dem plötzlichem Herztod oder tödlichen Arrhythmien vorbeugen können."

Omega-3-Fettsäuren verdanken ihren Namen einer chemischen Doppelbindung zwischen dem drittletzten und dem viertletzten Kohlenstoffatom in der Molekülkette. Mehrere Studien hatten gezeigt, dass diese Fettsäuren und ihre Stoffwechselprodukte nicht nur das Herz, sondern auch die Blutgefäße schützen, indem sie erhöhte Blutfettwerte senken und Entzündungs- und Gerinnungsvorgänge im Zaum halten. Besonders ergiebige Quellen sind Hering, Makrele, Thunfisch und Lachs.

Laut Leaf und seinen Kollegen wirken sich omega-3-Fettsäuren auch positiv auf die elektrischen Vorgänge im Herzen aus. Für ihre Untersuchungen nutzten sie Herzmuskelzellen neugeborener Ratten, die sich in einer Kulturschale von selbst zu einem Netzwerk verbinden und einen autonomen Kontraktionsrhythmus zeigen. Versorgten die Forscher die Kulturzellen mit omega-3-Fettsäuren, kamen diese nach Zugabe von Giftstoffen seltener aus dem Schlagrhythmus. Offenbar verhinderten die Fettsäuren eine übermäßige Aktivierung von Natrium- und Calciumkanälen in den Zellmembranen.

"Omega-3-Fettsäuren sind seit zwei bis vier Millionen Jahren Teil der menschlichen Ernährung", schreiben die Mediziner, "in dieser Zeit haben sich unsere Gene den Lebensumständen angepasst, einschließlich der Nahrung." Die regelmäßige Zufuhr, etwa in Form von zwei Fischgerichten pro Woche, sei daher nicht nur sicher, sondern durchaus empfehlenswert. Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße könnten vielleicht von entsprechenden Nahrungsergänzungen profitieren - allerdings erst nach Absprache mit ihrem Arzt.

 


© ArtToday

Lachs zählt ebenfalls zu den ergiebigen Quellen für omega-3-Fettsäuren.

 

 Mehr Informationen:

Omega-3-Fettsäuren

Fisch - immer eine gute Wahl

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Mehr bewegen und die Fettaufnahme reduzieren

 

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