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Erster Fund in Europa:
Chinesischer Staub in den Alpen
Ein internationales Forscherteam
hat in den französischen Alpen Staub aus der mehr als 20.000
Kilometer entfernten Takla-Makan-Wüste in China gefunden.
Washington (dpa) - Nach Angaben
der US- Raumfahrtbehörde NASA handelt es sich um die erste
derartige Entdeckung. Der Wüstenstaub habe die Entfernung
innerhalb von zwei Wochen zurückgelegt und sei dabei vom
Wind über den Pazifik, Nordamerika, den Atlantik und Westeuropa
getragen worden. Bislang sei chinesischer Staub in Nordamerika
und Grönland gefunden worden, niemals zuvor aber in Europa.

© NASA/GSFC
Sandsturm
über der chinesischen Takla-Makan-Wüste am 14.
April 2002 auf einer Satelliten-Aufnahme der NASA.
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Das Team um Paul Ginoux von der
Universität von Maryland in College Park untersuchte Staub,
der im Frühjahr 1990 um den Globus wanderte. Die jetzt im
Fachblatt «Geophysical Research Letters» veröffentlichte
Untersuchung aus dem Jahr 1994 zeige, dass sich der rote Staub
über 20 Jahre lang an den schneebedeckten Hängen der
französischen Alpen angesammelt hatte. Die Herkunft des Wüstenstaubs
ermittelten die Forscher, indem sie seinen Mineraliengehalt und
seine chemische Zusammensetzung mit Proben aus anderen Teilen
der Welt verglichen.
Mit meteorologischen Zusatzinformationen
der NASA fanden die Forscher die «Reiseroute» des
Staubs heraus - er stammte aus einem großen Sandsturm in
Westchina. Die Untersuchung derartiger «Staubflüge»
ist nach NASA-Angaben wichtig, um die Verbreitung von Schwermetallen,
Pilzsporen, Bakterien oder Viren festzustellen. Das Nationale
Institut für Allergie und infektöse Krankheiten in den
USA gibt Staub in der Luft als Hauptgrund für Allergien in
aller Welt an.
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