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Künstliche Geckohaare: Bald Laufen
an der Decke möglich?
Mit künstlichen Geckohaaren
an den Schuhen wollen Wissenschaftler Spaziergänge an der
Decke möglich machen.
London (dpa) - Geckos, kleine
tropische Echsen, haben an ihren Zehen Millionen feiner Härchen,
mit denen sie dank molekularer Anziehungskräfte auch an glatten
Wänden und Decken Halt finden. Der Ingenieur Metin Sitti
an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (Pennsylvania,
USA) hat nun einfache künstliche Geckohaare entwickelt, wie
das britische Magazin «New Scientist» (Nr. 2395, S.
15) berichtet.
Die künstlichen Echsenhaare
seien zwar noch nicht stark genug, um einen Erwachsenen an der
Decke zu halten, aber wenige Kilogramm schwere Gegenstände
ließen sich damit bereits an die Decke kleben, berichtet
die Zeitschrift. Dazu reiche es allerdings nicht aus, eine Fläche
mit Geckohaaren zu überziehen - auch ihre spezielle Form
und Anordnung sei wichtig. Geckohaare spalten sich nach Beobachtungen
von kalifornischen Forschern an ihrem Ende in weitere, nur wenige
hundert Nanometer dünne Haare auf, die sich der molekularen
Struktur der Wand anpassen und auf dieser Molekülebene Halt
geben.
Athleten könnten die Härchen
im Sport für extra starken Halt bei jedem Wetter nutzen,
schlägt der «New Scientist» vor. Auf Gecko- Reifen
wäre das Fahren viel sicherer, und in Filmen wie «Spiderman»
und «Matrix» könnten Schauspieler auch ohne aufwendige
Computertricks an den Wänden laufen. Sitti will mit den Härchen
auch Roboter für die Erforschung des Alls ausstatten.
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