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- 12.05.2003 -

 

 

 

 

 


 

UN-Bericht: Umweltverbesserung in Europa - Aber zu viel Müll

Der Zustand der Umwelt in Europa hat sich einem UN- Bericht zufolge im vergangenen Jahrzehnt gebessert.

Genf (dpa) - Allerdings werde immer noch zu viel Müll produziert, und die Luft- und Wasserqualität sei noch unbefriedigend, heißt es in einem am Montag in Genf veröffentlichten Bericht der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE). In Westeuropa habe die Produktion von ozonabbauenden Stoffen zwar um fast 90 Prozent abgenommen, allerdings werde der EU- Zielwert für bodennahes Ozon in vielen europäischen Städten überschritten, heißt es weiter.

Der Ausstoß der giftigen Metalle Cadmium, Blei und Quecksilber ging in den 90er Jahren demnach um 60 Prozent zurück. Beim Abfallmanagement hätten umweltpolitische Maßnahmen jedoch nicht zu wesentlichen Erfolgen und einer schonenderen Nutzung natürlicher Ressourcen geführt. Mehr als drei Milliarden Tonnen Abfall würden in Europa jedes Jahr erzeugt. Das entspricht 3,8 Tonnen pro Kopf in Westeuropa, 4,4 Tonnen pro Kopf in Mittel- und Osteuropa und 6,3 Tonnen pro Kopf in den Kaukasus- und zentralasiatischen Staaten.

Auch bei der Wasserqualität wurden laut UN-Wirtschaftskommission Verbesserungen erzielt. Aber 31 Prozent der Bevölkerung Europas leben in Ländern, in denen mehr als 20 Prozent der jährlichen Wasserressourcen verbraucht werden. Die Bodenversiegelung nimmt dem Bericht zufolge besonders in Westeuropa zu. Dort schreite die Flächenbebauung schneller voran als das Bevölkerungswachstum. Etwa 17 Prozent der gesamten Landfläche Europas sei zudem von Erosion betroffen.

Der Energieverbrauch nahm in Westeuropa zwischen 1992 und 1999 um acht Prozent zu, stellt die Kommission in ihrem Bericht fest. In Zentralasien fiel er demnach um 26 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch in Europa stieg von 4,5 Prozent 1992 auf 5,6 Prozent 1999. In Westeuropa ist der Verkehrssektor der zweit größte Energiekonsument (30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs). Das Frachtvolumen in Mittel- und Osteuropa nimmt seit Mitte der 90er Jahr erneut zu. Der Personenverkehr befindet sich wieder auf dem Stand von 1990 und steigt schnell an.

Die Studie befasst sich mit 52 Ländern einschließlich der GUS- Staaten. Sie wurde für die Ministerkonferenz in Kiew erarbeitet, die vom 21. bis 23. Mai unter der Schirmherrschaft der UNECE stattfindet. Entsprechende Berichte waren bereits 1995 und 1998 veröffentlicht worden.

 


© ArtToday

Jedes Jahr werden in Europa mehr als drei Milliarden Tonnen Abfall erzeugt.

 

 Mehr Informationen:

UNECE

Statistisches Bundesamt Deutschland: Umwelt

 

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