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Erdgeschichte:
Asteroiden-Einschlag beschleunigte Evolution
Der Einschlag eines Asteroiden
vor 580 Millionen Jahren könnte der Evolution entscheidend
auf die Sprünge geholfen haben.
(jkm) - Hiervon sind australische
Forscher überzeugt, die fossile Plankton-Spuren aus dem Umfeld
des Einschlagskraters Acraman im südlichen Australien untersucht
haben. Vor dem Einschlag habe nur eine kleine Zahl von Plankton-Arten
existiert, schreiben die Forscher im Magazin "Geology".
Unmittelbar danach hätten sich aber viele neue Spezies entwickeln
können.
Zum Zeitpunkt des Asteroiden-Einschlags
vor 580 Millionen Jahren war die Erde nahezu vollständig
von Eis bedeckt. Unter den Gletschern lebten nur wenige Bakterien-
und Planktonarten, schätzt Kathleen Grey vom "Geological
Survey of Western Australia". Die Forscherin bezweifelt jene
geologische These, nach der sich unter den Gletschern bereits
zahlreiche Lebensformen hätten entwickeln können. Ihren
Untersuchungen zufolge wuchsen zwar schon vor dem Einschlag die
Plankton-Bestände, doch gehörten sämtliche dieser
Einzeller einem kleinen Kreis von Spezies an.
Der plötzliche Anstieg der
Artenvielfalt, der in 540 bis 600 Millionen Jahre altem Gestein
dokumentiert ist, stand nach Greys Meinung mit dem Eintreffen
des Asteroiden in engem Zusammenhang: "Die komplexesten Fossilien
finden sich gerade in jenen Gesteinsschichten Südaustraliens,
die über dem Acraman-Krater liegen." Innerhalb von 20
Millionen Jahren - für geologische Prozesse eine extrem kurze
Zeitspanne - seien 57 neue, höchst differenzierte Plankton-Formen
entstanden, sagt die Forscherin. Weil das Plankton am Anfang der
Nahrungskette stehe, sei so die Basis für spätere Lebensformen
im Meer gelegt worden.
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