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Europa: Treibhausgasemissionen erneut
gestiegen
Im Jahr 2001 sind die Treibhausgasemissionen
der Europäischen Union zum zweiten Mal in Folge gestiegen.
(jkm) - Dies geht aus der jüngsten
Emissionsübersicht der Europäischen Umweltagentur hervor.
Gegenüber dem Jahr 2000 war für die wichtigsten Treibhausgase
demnach ein Zuwachs von einem Prozent zu verzeichnen.
Die Mitgliedsstaaten der EU hatten
sich verpflichtet, entsprechend der im Kyoto-Protokoll festgesetzten
Ziele ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis zum Zeitraum 2008-2012
um acht Prozent zu senken. Als Bezugsjahr für Kohlendioxid,
Distickstoffoxid und Methan gilt das Jahr 1990, für ganz
oder teilweise fluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid
dagegen das Jahr 1995.
Trotz des jüngsten Anstiegs
lagen die Gesamtemissionen im Jahr 2001 2,3 Prozent unter dem
Stand von 1990, im Jahr 1999 waren es jedoch schon 3,6 Prozent
gewesen. Die Kohlendioxidemissionen lagen 2001 dagegen 1,6 Prozent
über dem Bezugswert. Zu den Ursachen gehörten vermutlich
der kalte Winter, geringere Regenfälle, höhere Emissionen
aus dem Straßenverkehr und ein gestiegener Verbrauch fossiler
Brennstoffe, insbesondere Kohle, für die Strom- und Wärmeerzeugung.
Nach Einschätzung der Europäischen
Umweltagentur werden zehn der 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten
Anteil an der Stabilisierung der EU-Emissionen bei Weitem nicht
erfüllen können. Frankreich, Großbritannien, Schweden
und Luxemburg könnten das angestrebte Ziel dagegen erreichen.
Auch Deutschland - mit den EU-weit höchsten Emissionen von
jährlich rund 1.000 Megatonnen Kohlendioxid-Äquivalenten
- hat bislang gute Fortschritte gemacht. Von 2000 bis 2001 stieg
der Ausstoß aber auch hier um 1,2 Prozent.
Laut Vereinbarung ihrer Mitgliedsstaaten
will die EU insgesamt die Ziele des Kyoto-Protokolls erreichen,
einige Länder dürfen ihren Ausstoß im Rahmen der
Lastenverteilung aber sogar steigern. Das Klimaschutz-Protokoll
selbst ist immer noch nicht in Kraft. Die Regierungen Australiens
und der Vereinigten Staaten wollen das Protokoll nicht ratifizieren,
Russland beispielsweise zögert noch.
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