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Krebs: Forscher züchten resistente
Mäuse
Amerikanische Mediziner haben
Mäuse gezüchtet, die offenbar resistent gegen Krebs
sind.
(jkm) - Das angeborene Immunsystem
der Tiere bekämpft injizierte Krebszellen so effektiv, dass
sich bei ihnen im Gegensatz zu normalen Tieren keine Tumoren entwickeln.
Wie die Forscher in den "Proceedings of the National Academy
of Sciences" berichten, scheint diese Eigenschaft durch eine
einzige Genregion vermittelt zu werden.
Die Entdeckung eines genetisch
bedingten Schutzes bei Mäusen "könnte möglicherweise
eine bessere Therapie oder Vorbeugung von Krebs beim Menschen
ermöglichen", hoffen die Forscher um Zheng Cui von der
Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina. Untersuchungen
der krebsresistenten Mäuse könnten klären helfen,
warum es auch bei Menschen gelegentlich zu spontanen Rückbildungen
von Tumoren komme und vielleicht eine praktische Umsetzung dieses
Wissens ermöglichen.
Cui und seine Kollegen verdanken
ihre Entdeckung dem Zufall. Sie spritzten so genannte S180-Zellen,
denen für die Erkennung durch das Immunsystem wichtige Oberflächenmoleküle
fehlen, in die Bauchhöhle von Labormäusen. Erwartungsgemäß
wuchsen die Zellen daraufhin zu großen Zellmassen heran,
bewirkten einen Lymphstau und bildeten Tochtergeschwüre in
anderen Organen. Ein einziges Männchen war jedoch selbst
gegen wiederholte Injektionen gefeit. Mit diesem Tier als Gründervater
konnten die Forscher eine ganze Kolonie krebsresistenter Mäuse
heranzüchten.
Weitere Untersuchungen zeigten,
dass die Resistenz offenbar von einem einzigen Genort abhängt,
der nicht auf den Geschlechtschromosomen liegt. Bei den resistenten
Tieren führen Zellen des angeborenen Immunsystems, darunter
Neutrophile, Makrophagen und Natürliche Killerzellen, einen
massiven Schlag gegen die injizierten Zellen. "Die Vernichtung
der Krebszellen durch diese Leukozyten verläuft schnell und
spezifisch und ohne sichtbare Schädigung normaler Zellen",
sagt Cui. Für die erworbene Immunität zuständige
Zellen wie etwa T-Lymphozyten spielten dagegen kaum eine Rolle.
"Diese Beobachtungen deuten auf einen bislang unbekannten
Mechanismus hin, mit dem der Körper Krebs bekämpft."
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