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Testosteron:
Helles Licht steigert Hormonproduktion
Helles Licht wirkt sich bei
Männern auf die Produktion von Geschlechtshormonen aus. Eine
Lichtbehandlung könnte vielleicht bei verminderter Libido
von Nutzen sein.
(jkm) - Helles Licht am frühen
Morgen lässt bei Männern die Produktion des Luteinisierenden
Hormons ansteigen, berichten amerikanische Mediziner im Fachblatt
"Neuroscience Letters". Das Hormon kurbelt wiederum
die Testosteron-Ausschüttung in den Hoden an. Möglicherweise
könne die Lichtbehandlung daher die Einnahme von Hormonpräparaten
überflüssig machen, spekulieren die Forscher.
"Die Studie bekräftigt
zudem die Ansicht, dass helles Licht bei Frauen den Eisprung auslösen
kann", sagt Daniel Kripke von der University of California,
San Diego. Das Luteinisierende Hormon (LH) wird von der Hirnanhangsdrüse,
der Hypophyse, gebildet und kontrolliert bei Männern und
Frauen die Produktion von Geschlechtshormonen.
Kripke und seine Kollegen bestimmten
die LH-Konzentration im Urin von 11 jungen Männern, die sie
fünf Tage hintereinander um 5 Uhr morgens aus dem Schlaf
gerissen und dann eine Stunde lang starkem oder schwachem Licht
ausgesetzt hatten. Nach der Starklichtbehandlung lagen die Werte
um fast 70 Prozent höher als nach der Schwachlichtbehandlung.
Im Gegensatz zu Tierexperimenten schien das während der Nacht
produzierte Hormon Melatonin den Effekt nicht zu beeinflussen.
"Die Licht-Stimulation des
LH könnte interessante Anwendungen in Psychiatrie und reproduktiver
Endokrinologie finden", schreiben Kripke und sein Team. Frühere
Experimente hatten gezeigt, dass eine Lichtbehandlung bei Depressionen
helfen kann. Nach Ansicht der Forscher könnte sie vielleicht
auch bei verminderter Libido von Nutzen sein.
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