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USA: Weniger Herzinfarkte nach Rauchverbot
Rasche Wirkung hat ein Rauchverbot
in einer amerikanischen Stadt gezeigt, sind Mediziner des örtlichen
Krankenhauses überzeugt.
(jkm) - Wie die Ärzte auf
einem Fachkongress in Chicago berichten, ist die Zahl akuter Herzinfarkte
in den sechs Monaten seit Inkrafttreten des Rauchverbotes um fast
60 Prozent zurückgegangen. Saisonale Schwankungen seien dabei
schon berücksichtigt.
Im letzten Juni war in Helena,
der Hauptstadt des US-Bundesstaates Montana, eine Verordnung in
Kraft getreten, die das Rauchen in öffentlich zugänglichen
Gebäuden untersagt. Laut Richard Sargent vom Peter's Community
Hospital sind seitdem deutlich weniger in Helena lebende oder
arbeitende Personen mit einem akuten Myokardinfarkt in das Krankenhaus
eingewiesen worden: Die Zahl der monatlichen Einweisungen sei
von sieben auf unter vier gesunken. Für Patienten von außerhalb
des Stadtgebietes sei keine Änderung beobachtet worden.
Sargent und seine Kollegen führen
den Rückgang auf die Elimination der schädlichen Effekte
des Passivrauchens zurück, etwa der Verengung der Herzkranzgefäße,
einer verringerten Elastizität der Blutgefäße
oder einer veränderten Blutgerinnung. Zudem habe die rauchfreie
Umgebung viele Raucher dazu bewogen, ihr Laster zumindest einzuschränken.
"Dieses bemerkenswerte Resultat
lässt vermuten, dass ein Schutz vor den Toxinen im Tabakrauch
das Leben nicht nur angenehmer macht, sondern unmittelbar Leben
rettet", so Stanton Glantz von der University of California
in San Francisco. Der Initiator mehrerer Antirauch-Kampagnen hofft,
dass die Ergebnisse auch Befürwortern eines Rauchverbots
in anderen Städten nutzen werden.
Die Verordnung in Helena war mehrfach
angefochten und zwischenzeitlich aufgehoben worden. Erst gestern
war ein Antrag gescheitert, Spielhallen von der Verordnung auszunehmen
und dafür die Abgaben auf Spielautomaten zu erhöhen.
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