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Fortpflanzung:
Herbst-Vorsprung für Söhne
Zwar sind männliche Föten
und Ungeborene weniger widerstandsfähig als weibliche, Mutter
Natur gibt dem schwachen Geschlecht jedoch eine faire Chance.
(jkm) - Zu diesem Schluss kommen
italienische Mediziner im Fachblatt "Human Reproduction".
Im Herbst, wenn die Aussichten für eine Schwangerschaft ohnehin
besonders günstig sind, werden demnach besonders viele Jungen
gezeugt.
Angelo Cagnacci und seine Kollegen
von der Università di Modena werteten Daten über rund
14.000 Kinder aus, die zwischen 1995 und 2001 in ihrer Klinik
geboren worden waren. Für jede Geburt ermittelten sie rechnerisch
und durch Auswertung von Untersuchungsergebnissen den wahrscheinlichsten
Zeitpunkt der Empfängnis.
Es zeigte sich, dass in den Monaten
März bis Mai besonders wenig Kinder gezeugt wurden, von denen
lediglich 48,7 Prozent männlich waren. Die Monate September
bis November schienen dagegen für eine Empfängnis besonders
günstig zu sein, zudem waren 53,5 Prozent aller in diesem
Zeitraum gezeugten Kinder Jungen. Laut Cagnacci bekräftigten
die Resultate die Hypothese, dass männlicher Nachwuchs unter
nicht optimalen Fortpflanzungsbedingungen stärker zu leiden
habe als weiblicher.
"Was auch immer die Erklärung
sein mag", so Cagnacci, "man könnte sagen, dass
die Natur, im Wissen um die größere Anfälligkeit
der männlichen Föten und Neugeborenen gegenüber
weiblichen, die Empfängnis als ein Wettrennen unter erschwerten
Bedingungen ansieht und Jungen einen Vorsprung einräumt,
indem sie sie unter optimalen Fortpflanzungsbedingungen bevorzugt."
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