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Fleischkonsum und Autos:
Wachsender Wohlstand schadet der Umwelt
Der wachsende Wohlstand in
Schwellen- und Entwicklungsländern kann globale Umweltprobleme
weiter verschärfen.
Washington (dpa) - Insbesondere
die stetig steigende Zahl an Autos und die Umstellung auf eine
sehr fleischhaltige Ernährung schadeten der Umwelt. Zu dieser
Einschätzung kommen britische Wissenschaftler nach einer
umfassenden Analyse der Lebens- und Umweltbedingungen in 20 Ländern,
deren Wirtschaft in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung
erlebt hat. Sie berichten darüber im amerikanischen Fachblatt
«Proceedings of the National Academy of Sciences»
(PNAS, Online-Vorab, DOI:10.1073/pnas.0438061100). Sie fordern
weltweite Anstrengungen, um das Bewusstesein für die Umwelt
zu schärfen.
Durch die verbesserte Wirtschaftslage
seien in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde kaufkräftige
Konsumenten zu den wohlhabenden Bewohnern der reichen Länder
hinzugekommen, schreiben Norman Myers vom Green College (Oxford)
und Jennifer Kent von der Oxford Universität in Großbritannien.
Zusammengenommen entspräche die Kaufkraft dieser Konsumenten
mittlerweile der der USA. Obwohl Wohlstand nicht per se der Umwelt
schade, führe der sich ändernde Lebensstil zu einer
weiteren Ausbeutung der Ressourcen und trage zur Verschmutzung
der Umwelt bei.
Die Umstellung auf eine fleischhaltige
Ernährung führe zu einer Ausweitung des Getreideanbaus,
da mehr und mehr Tiere ernährt werden müssten. Dies
wiederum verbrauche viel Wasser und führe durch Bodenerosion
zu einer nachhaltigen Schädigung der Anbauflächen. Allein
auf China entfielen 28 Prozent des weltweiten Fleischverbrauchs.
Derzeit entfielen etwa ein Fünftel des weltweiten Auto-Bestands
auf die Schwellen- und Entwicklungsländer, schreiben die
Forscher.
Der wirtschaftliche Aufschwung
in diesen Ländern sei prinzipiell positiv zu bewerten, betonen
die Autoren. Dennoch müssten nun weltweit Anstrengungen unternommen
werden, um die nachteiligen Auswirkungen des neuen Wohlstands
einzuschränken. Dafür müsse das Bewusstsein für
einen «nachhaltigen Konsum» geschult werden. So könnten
etwa öffentliche Verkehrsmittel und umweltfreundliche Technologien
stärker gefördert, Ressourcen-verbrauchende Lebensmittel
hingegen stärker besteuert werden.
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