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- 18.03.2003 -

 

 

 

 


 

Ernährung:

1,7 Milliarden Menschen übergewichtig

Die weltweite Fettleibigkeits-Epidemie zieht offenbar weitere Kreise als bislang angenommen.

(jkm) - Dies berichtete ein britischer Mediziner auf einem Fachtreffen in Monte Carlo. Etwa 1,7 Milliarden Menschen sind demnach übergewichtig oder fettleibig. Frühere Schätzungen waren von 1,1 Milliarden Übergewichtigen ausgegangen, denen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weitere Krankheiten drohen.

Grund für die Korrektur der bisherigen Schätzungen sind jüngst veröffentlichte Empfehlungen von Ernährungsspezialisten. Ihrer Ansicht nach müssen Asiaten schon ab einem Body Mass Index (BMI) von 23,3 Kilogramm pro Quadratmeter vermehrt mit Gesundheitsproblemen rechnen. Der BMI wird ermittelt, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) teilt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert einen Wert von 25 als Grenze zum Übergewicht. Laut Statistischem Bundesamt wurde diese Schwelle im Jahr 1999 von fast 48 Prozent aller volljährigen Deutschen überschritten.

Nach Ansicht von Philip James, dem Vorsitzenden der International Obesity TaskForce mit Sitz in London, ignoriert diese Definition jedoch eine besondere Anfälligkeit der asiatischen Bevölkerung für durch Übergewicht ausgelöste Gesundheitsprobleme. "Fettleibigkeit bringt ein weites Spektrum an Risikofaktoren mit sich, die, als Ganzes gesehen, enormen Einfluss auf die Gesundheit haben", so James. Umso wichtiger seien die Umstellung der Ernährung, vermehrte körperliche Aktivität und bessere Behandlungsmethoden.

Schon jetzt sei ein rapider Anstieg der Häufigkeit extremen Übergewichts zu beobachten, erläuterte James. "In den USA hat sich der Anteil schwarzer Frauen mit krankhafter Fettleibigkeit - einem BMI von 40 oder mehr - in weniger als zehn Jahren verdoppelt und liegt nun bei Besorgnis erregenden 15 Prozent. Insgesamt sind 6,3 Prozent der amerikanischen Frauen krankhaft fettleibig - das ist jede sechzehnte." Eine ähnliche, wenn auch langsamere Entwicklung sei in Europa zu beobachten. Die Betroffenen müssten unverzüglich behandelt werden.

 


 Mehr Informationen:

International Obesity TaskForce

Robert Koch-Institut: Gesundheitlich relevantes Verhalten, Lebensbedingungen

Statistisches Bundesamt

Online-Rechner für den Body Mass Index

 

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