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Ernährung:
1,7 Milliarden Menschen
übergewichtig
Die weltweite Fettleibigkeits-Epidemie
zieht offenbar weitere Kreise als bislang angenommen.
(jkm) - Dies berichtete ein britischer
Mediziner auf einem Fachtreffen in Monte Carlo. Etwa 1,7 Milliarden
Menschen sind demnach übergewichtig oder fettleibig. Frühere
Schätzungen waren von 1,1 Milliarden Übergewichtigen
ausgegangen, denen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weitere
Krankheiten drohen.
Grund für die Korrektur der
bisherigen Schätzungen sind jüngst veröffentlichte
Empfehlungen von Ernährungsspezialisten. Ihrer Ansicht nach
müssen Asiaten schon ab einem Body Mass Index (BMI) von 23,3
Kilogramm pro Quadratmeter vermehrt mit Gesundheitsproblemen rechnen.
Der BMI wird ermittelt, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm)
durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern)
teilt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert einen Wert
von 25 als Grenze zum Übergewicht. Laut Statistischem Bundesamt
wurde diese Schwelle im Jahr 1999 von fast 48 Prozent aller volljährigen
Deutschen überschritten.
Nach Ansicht von Philip James,
dem Vorsitzenden der International Obesity TaskForce mit Sitz
in London, ignoriert diese Definition jedoch eine besondere Anfälligkeit
der asiatischen Bevölkerung für durch Übergewicht
ausgelöste Gesundheitsprobleme. "Fettleibigkeit bringt
ein weites Spektrum an Risikofaktoren mit sich, die, als Ganzes
gesehen, enormen Einfluss auf die Gesundheit haben", so James.
Umso wichtiger seien die Umstellung der Ernährung, vermehrte
körperliche Aktivität und bessere Behandlungsmethoden.
Schon jetzt sei ein rapider Anstieg
der Häufigkeit extremen Übergewichts zu beobachten,
erläuterte James. "In den USA hat sich der Anteil schwarzer
Frauen mit krankhafter Fettleibigkeit - einem BMI von 40 oder
mehr - in weniger als zehn Jahren verdoppelt und liegt nun bei
Besorgnis erregenden 15 Prozent. Insgesamt sind 6,3 Prozent der
amerikanischen Frauen krankhaft fettleibig - das ist jede sechzehnte."
Eine ähnliche, wenn auch langsamere Entwicklung sei in Europa
zu beobachten. Die Betroffenen müssten unverzüglich
behandelt werden.
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