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Ernährung:
Moderate Vegetarier leben länger
Wer sich überwiegend vegetarisch
ernährt, also tierische Produkte nicht gänzlich meidet,
lebt länger und gesünder.
(jkm) - Vegetarier haben ein drastisch
verringertes Sterberisiko, haben Heidelberger Forscher herausgefunden.
Erstaunlicherweise leben jedoch nicht diejenigen am gesündesten,
die tierische Produkte gänzlich meiden. Und selbst die gesündeste
Ernährung schützt nicht vor den negativen Effekten von
Rauchen und Bewegungsmangel.
An der seit 1978 laufenden Langzeitstudie
nehmen 1.904 deutsche Vegetarier teil. In regelmäßigen
Abständen ermitteln Jenny Chang-Claude und ihre Kollegen
vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg Art und Häufigkeit
der Todesfälle unter den Teilnehmern und vergleichen diese
Zahlen mit denen für die Allgemeinbevölkerung. Auf diese
Weise wollen sie herausfinden, welchen Einfluss eine vegetarische
Ernährung und der damit verbundene Lebensstil auf die Gesundheit
haben.
Tatsächlich leben Vegetarier
gesünder, fanden die Forscher. In der Altersgruppe der Studienteilnehmer
stehen 100 Todesfällen in der Allgemeinbevölkerung demnach
59 bei den Vegetariern gegenüber. Betrachtet man nur die
männlichen Vegetarier, ist der Effekt mit 52 Todesfällen
sogar noch ausgeprägter.
Radikaler Verzicht auf tierische
Produkte bedeutet jedoch keine bessere Gesundheit, zeigte die
Datenauswertung. Das geringste Sterberisiko weisen demnach nicht
etwa Veganer auf, die selbst Eier und Milchprodukte meiden, sondern
moderate Vegetarier, die gelegentlich etwas Fleisch oder Fisch
essen. Rauchen erhöht das Sterberisiko jedoch wieder um durchschnittlich
70 Prozent, während körperliche Aktivität es um
ein Drittel verringert.
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