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Studie: Mehr Lärm - höherer
Blutdruck
Verkehrslärm macht krank:
Wer in einem stark durch Verkehrslärm belasteten Gebiet wohnt,
leidet häufiger unter hohem Blutdruck.
(jkm) - Verkehrslärm macht
krank, haben Berliner Mediziner ermittelt. Menschen aus stark
durch Verkehrslärm belasteten Wohngebieten leiden demnach
häufiger unter hohem Blutdruck als solche aus ruhigeren Gebieten.
Das Umweltbundesamt als Auftraggeber der Studie fordert daher
Maßnahmen zur Verringerung des Lärms, um gesundheitliche
Schäden zu vermeiden.
Für die Studie wurden über
1.700 Berliner regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand
untersucht. Zudem gaben sie Auskunft über ihre medizinische
Vorgeschichte, über Lärm in ihrem Wohnumfeld und die
Lage ihrer Wohn- und Schlafräume im Hinblick auf Lärmquellen.
Anhand der Lärmkarte der Berliner Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung wurde der jeweilige mittlere Straßenverkehrs-Lärmpegel
am Tag und in der Nacht bestimmt.
Es zeigte sich, dass mit dem Lärmpegel
auch die Häufigkeit von Bluthochdruck steigt. Jene Menschen,
vor deren Schlafzimmerfenster nachts Lärmpegel von 55 Dezibel
oder mehr herrschen, sind demnach doppelt so oft wegen Hypertonie
in Behandlung wie solche, vor deren Fenster die Lärmpegel
unter 50 Dezibel liegen. Das Risiko war nochmals höher, wenn
die Betroffenen bei offenem Fenster schliefen.
Der Zusammenhang zwischen Lärm
und hohem Blutdruck hatte auch dann Bestand, wenn die Mediziner
Faktoren wie Lebensalter, Körpergewicht und sozialen Status
in die Analyse mit einbezogen. Zusammenhänge mit anderen
Krankheiten wie beispielsweise Migräne deuteten sich zwar
an, konnten statistisch jedoch nicht abgesichert werden. Laut
Mitteilung des Umweltbundesamtes haben frühere Untersuchungen
bereits gezeigt, dass stärker durch Lärm belastete Menschen
ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen.
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