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- 03.03.2003 -

 

 

 

 

 

 


 

WHO-Bericht: Ernährung kann vor chronischen Krankheiten schützen

Wenn die Menschen ihre Ernährung nicht umstellen, könnten im Jahr 2020 chronische Krankheiten weltweit für drei Viertel aller Todesfälle verantwortlich sein.

Genf (dpa) - Zu diesem Schluss kommt eine am Montag in Genf veröffentlichte Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO). Danach spielt die Nahrung eine Schlüsselrolle bei den Risikofaktoren. Zur Vorbeugung vor chronischen Krankheiten raten die Forscher deshalb zu einer Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten: weniger Salz, Zucker und gesättigte Fettsäuren, dafür aber mehr frisches Obst und Gemüse sowie eine Stunde leichter Bewegung.

Die Forscher schlagen Alarm, weil Fettleibigkeit und Diabetes in immer früheren Lebensphasen auftreten. In dem Bericht heißt es, dass seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Nahrung immer fetter, energiereicher und fleischhaltiger geworden ist. Seit den 60er Jahren erhöhte sich die tägliche Kalorienzufuhr in den Industrieländern um 600 Kilokalorien pro Tag und Person. Der tägliche Fettkonsum in der Europäischen Union ist im gleichen Zeitraum von 117,2 Gramm auf 149 Gramm gestiegen.

Chronische Krankheiten seien entgegen weitläufiger Annahmen auch in den Entwicklungsländern immer stärker verbreitet, heißt es in der Studie. Der plötzliche Wechsel in der Nahrung verbunden mit vielem Sitzen habe drastische Auswirkungen vor allem auf die Armen in den Städten. In den Entwicklungsländern werde die Zahl der Diabetiker von 84 Millionen im Jahr 1995 auf 228 Millionen im Jahr 2020 zunehmen.

Nach Ansicht der Wissenschaftler sind eine Umstellung der Ernährung und ein aktiverer Lebensstil notwendig, um der wachsenden Zahl von chronischen Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Störungen der Herzkranzgefäße, Diabetes und Krebs vorzubeugen. Diese Krankheitsformen waren nach Angaben des Berichts im Jahr 2001 für 59 Prozent der weltweit 56,5 Millionen Todesfälle verantwortlich.

Zugleich weisen die Experten darauf hin, dass chronische Krankheiten nicht nur durch zu vieles Essen, sondern auch durch eine unausgewogene Ernährung hervorgerufen werden. Sie raten deshalb, mindestens 400 Gramm frisches Obst und Gemüse auf den täglichen Speiseplan zu setzen. Der Anteil von Kohlenhydraten sollte 55 bis 75 Prozent und der von Eiweiß zehn bis 15 Prozent der Energiezufuhr ausmachen.

Dagegen sollte der Anteil gesättigter Fette und von Zucker, wie sie beispielsweise in Snacks, verarbeiteten Produkten und Erfrischungsgetränken vorkommen, unter zehn Prozent liegen. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte niemand mehr als fünf Gramm Salz pro Tag essen. Außerdem wird täglich eine Stunde leichter Bewegung wie beispielsweise Gehen empfohlen.

 

 Mehr Informationen:

WHO

5 am Tag - Die Gesundheitskampagne

 

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