|
Boston: Anstieg des Meeresspiegels wird
teuer
Der Anstieg des Meeresspiegels
könnte die Region um Boston in den nächsten hundert
Jahren 20 Milliarden US-Dollar kosten.
(jkm) - Dies schätzen amerikanische
Wissenschaftler, die die potenziellen Schäden durch Flut
und Sturm berechnet haben. Der rechtzeitige Bau von Deichen oder
flutsicheren Häusern könne die Kosten auf immerhin 6,5
Millarden US-Dollar senken, berichteten die Forscher auf dem Jahrestreffen
der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften
(AAAS).
Paul H. Kirshen von der Tufts
University und sein Team entwickelten im Auftrag der staatlichen
Umweltschutzbehörde drei Szenarien. Sie gehen davon aus,
dass eine drei Mal größere Fläche als bisher in
den nächsten hundert Jahren aufgrund des steigenden Meeresspiegels
überflutet wird.
Im ersten Szenario mit dem vielsagenden
Titel "Ride it out" würde gar keine Vorsorge getroffen.
Die Schäden von Flut und Sturm würden mindestens 20
Milliarden US-Dollar betragen. Stiege das Meer nicht um die prognostizierten
62 Zentimeter, sondern um einen Meter und würde es häufiger
als einmal im Jahr stürmen, könnten die Schäden
leicht 94 Milliarden US-Dollar ausmachen.
Der Bau eines Deiches im zweiten
Szenario könnte die Gesamtkosten auf 9,4 Millarden senken.
Am günstigsten wäre die Flutsicherung der Gebäude
im dritten, "geplante Adaption" genannten Szenario.
6,5 Milliarden US-Dollar veranschlagen die Forscher dann noch
für Flutschäden und den Umbau der Häuser und Fabriken
im Überschwemmungsgebiet. "Nun liegt es an der Bezirksregierung
Boston zu entscheiden, wie dem steigenden Meeresspiegel begegnet
werden soll", sagt Kirshen.
|