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Photovoltaik:
Solarzellen als "Jeans-Stoff"
Wenn Gebäude demnächst
einen Jeans-Anzug tragen, dann handelt es sich nicht etwa um eine
Maßnahme zur Wärmedämmung. Die blauen Stoffbahnen
beinhalten vielmehr die neueste Generation von Solarzellen.
(jkm) - Das kanadische Unternehmen
Spheral Solar aus Cambridge, Ontario, hat das "Jeans-Kraftwerk"
entwickelt. Die Energie wird dabei mit Hilfe Tausender billiger
Silizium-Perlen gewonnen, die in einer Schicht zwischen zwei sehr
dünnen Aluminium-Folien liegen. Umhüllt ist das Ganze
mit einem schützenden Plastikmantel. Die ein Millimeter kleinen
Perlen gewinnt Spheral Solar aus Silizium-Abfällen der Computerindustrie.
Nach dem Zerkleinern des Siliziums
müssen die Perlen in ihrem Kern mit Bor-Atomen angereichert
werden, um so einem positven Halbleiter zu schaffen. Als negatives
Gegenstück dient Phosphor-Staub auf den Außenseiten
der Perlen. Dank dieser Kombination werden beim Auftreffen von
Sonnenlicht auf die Folie im Innern elektrische Ladungen freigesetzt.
Die Aluminium-Folien dienen als Kontakte, um die Elektrizität
abzuleiten.
Spheral Solar besitze schon seit
1997 das Patent für das Verfahren, sagte Firmensprecher Milfred
Hammerbacher dem Magazin "New Scientist". Mit elf Prozent
Wirkungsgrad werde in etwa die Leistung herkömmlicher Solarzellen
erreicht.
Der Vorteil der blauen Stoffbahnen:
Sie können sich jeder beliebigen Oberfläche anpassen
und sind so als Verkleidung an Gebäuden leichter anzubringen.
Im nächsten Jahr will Spheral Solar mit der Produktion der
neuen Zellen beginnen.
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