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- 03.02.03 -

 

 

 


 

Kernfusion: USA und China nehmen an weltweitem Projekt teil

Die USA und China wollen sich an dem internationalen Kernfusionsprojekt «Iter» beteiligen.

München (dpa) - Beide Länder wollten je etwa zehn Prozent zu den Kosten beitragen, berichtete das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) am Samstag in München. Mit dem Testreaktor «Iter» soll das technische Konzept zur Verschmelzung von Atomkernen nach dem Vorbild der Sonne erprobt werden. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt in der weltweiten Fusionsforschung.

Das Forschungsvorhaben wird derzeit von der EU, Japan, Kanada und Russland vorbereitet. Die Baukosten werden auf vier Milliarden Euro geschätzt. Wesentliche Komponenten der Anlage seien als Prototypen bereits gebaut und getestet, berichtete das IPP. 1998 hatten sich die USA den Angaben zufolge zunächst aus dem Projekt zurückgezogen.

Die Beteiligung der USA war den IPP-Angaben zufolge bereits am Donnerstag in Princeton bekannt gegeben worden. Die USA wollten sich unter anderem durch die Fertigung einzelner Komponenten beteiligen und an Management und Forschungsarbeiten teilhaben. Ferner habe China in einem Schreiben an die «Iter»-Partner eine Beteiligung angeboten, berichtete das IPP unter Berufung auf das Wissenschaftsmagazin «Nature» weiter.

Atomgegner betrachten die Kernfusion als riskant und damit als falschen Weg in die Energiezukunft. Physiker und Politiker sehen darin hingegen eine Chance zur Lösung des globalen Energieproblems. Das erste richtige Kernfusionskraftwerk könnte nach Schätzung von Experten in etwa 50 Jahren in Betrieb gehen.

Bei der Kernfusion werden die Wasserstoffarten Deuterium und Tritium bei einer Temperatur von rund 100 Millionen Grad Celsius miteinander verschmolzen. Bei der Fusion von einem Kilo Wasserstoff zu Helium werden rund 120 Millionen Kilowattstunden (kWh) frei. Das entspricht der Verbrennungswärme von 15 Millionen Kilogramm Steinkohle. «Iter» soll mit einer Fusionsleistung von 500 Megawatt erstmals brennendes und Energie lieferndes Plasma erzeugen.

 

 Mehr Informationen:

ITER

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Programm Kernfusion des FZ Karlsruhe

Umweltlexikon: Kernfusion

 

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