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Klima:
Die Dürre, die aus dem Pazifik kam
In den letzten vier Jahren
wurden weite Teile der Welt von einer Dürreperiode heimgesucht.
Amerikanische Wetterforscher glauben, Auslöser sei eine unerwartet
warme Oberflächenströmung im westlichen Pazifik kombiniert
mit einer kalten im östlichen Pazifik.
(jkm) - Weite Teile der USA, der
Südwesten Asiens und das südliche Europa müssen
seit 1998 mit weniger Niederschlägen auskommen: Über
vier Jahre hinweg gerechnet fiel rund 50 Prozent weniger Regen
als üblich. Vor allem im Winter und Frühling blieben
die Niederschläge aus, die dann im Sommer und Herbst fehlten.
Die gleichzeitig ansteigenden Temperaturen zogen lange Dürremonate
nach sich.
Für diese Entwicklung sei
der vom Menschen ausgelöste Treibhauseffekt nur teilweise
verantwortlich, sagen Martin Hoerling und Arun Kumar von der US-amerikanischen
"National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA).
Die beiden Forscher werteten Klimadaten von Juni 1998 bis Mai
2002 aus und speisten sie in globale Wettersimulationen ein. Dabei
stellten sie fest, dass sich zwei unerwartet lang anhaltende Wetterphasen
im westlichen und östlichen Pazifik ungünstig ergänzten.
Die Forscher konnten für
den westlichen Pazifik eine lange ununterbrochene Warm-Phase nachweisen.
Diese ging einher mit einer ausgedehnten La Niña-Strömung
im östlichen Pazifik. Im Vergleich zur warmen El Niño-Strömung
bewirkt sie in etwa das Gegenteil; sie führt vor der Küste
Südamerikas zum Aufstieg kalten Wassers aus der Tiefe und
senkt so die Oberflächentemperatur des Ostpazifik unter den
Normalwert.
Die globalen Auswirkungen dieser
beiden Pazifik-Phänomene seien in drei verschiedenen Klimamodellen
berechnet worden, schreiben Hoerling und Kumar im Magazin "Science".
Die Simulationen hätten getreu der Wirklichkeit zu den bekannten
Dürre-Folgen geführt. Damit sei der ozeanische Einfluss
auf das globale Wetter nachgewiesen. Einerseits handle es sich
um ein in regelmäßigen Abständen wiederkehrendes
natürliches Phänomen. Andererseits gebe es Hinweise,
dass die auslösenden pazifischen Strömungen ihrerseits
vom Treibhauseffekt beeinflusst sein könnten.
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