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Schiffe: Düse statt Schraube
Ein neuentwickeltes Düsentriebwerk
für Wasserfahrzeuge soll eine umweltfreundliche, sichere
Alternative zum herkömmlichen Außenbordmotor darstellen.
(jkm) - Der Schiffsmotor mit Schraube
hat ausgedient. Davon sind zumindest britische und australische
Ingenieure überzeugt, die ein Düsentriebwerk für
Wasserfahrzeuge entwickelt haben. Es soll eine umweltfreundliche,
sichere Alternative zum herkömmlichen Außenbordmotor
darstellen.
Das Triebwerk des neuen Motors
saugt mit einer Art Trichter Wasser ein, das mit kleinen Luftbläschen
angereichert wird. Diesem Gemisch wird über eine äußere,
ringförmig anliegende Düse mit Hochdruck heißer
Dampf zugeführt. Wenn der Dampf kondensiert, entstehen Druckwellen,
deren Energie die Konstrukteure auf den Ausgang des Triebwerks
konzentriert haben. Wenn das Wasser-Blasen-Gemisch aus dem hinteren
Teil des Triebwerks schießt, wird das Fahrzeug voran getrieben.
Weil nur Wasser und Luft mit dem
Gewässer in Berührung kämen, sei das Triebwerk
besonders sauber, betonen die Entwickler der Firma "Pursuit
Dynamics". Wie das Magazin "New Scientist" berichtet,
fand in der letzten Woche ein Testlauf mit einem zwanzig Zentimeter
langen Prototyp statt. Die Düse habe eine Leistung von 30
PS (22 Kilowatt) erreicht - genug Kraft, um ein kleines Schnellboot
anzutreiben. Nach Aussage der Ingenieure streben sie eine Motorleistung
von 300 PS an.
Weil das Triebwerk weder Propeller
noch andere bewegliche Teile besitze, stelle es für größere
Tiere keine Verletzungsgefahr dar, sagte Chef-Entwickler Mike
Todman dem "New Scientist". Das eingesaugte Wasser werde
lediglich um drei bis vier Grad Celsius erwärmt. Zur Zeit
erstellen die Ingenieure den Patentantrag, ab Jahresende sollen
Lizenzen an interessierte Hersteller vergeben werden.
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