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Klimawandel:
Der Mensch bläht die Troposphäre
auf
Weitere Belege für den
Einfluss des Menschen auf das Weltklima haben amerikanische und
deutsche Wissenschaftler gefunden. Die wetterbestimmende Schicht
unserer Atmosphäre dehnt sich aus.
(jkm) - Die Grenze zwischen der
wetterbestimmenden Troposphäre und der darüber liegenden
Stratosphäre hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten
in größere Höhen verlagert. Der beobachtete Anstieg
entspricht Vorhersagen von Klimamodellen, berichten die Forscher
im "Journal of Geophysical Research - Atmospheres".
"Das Klimasystem liefert
ein stimmiges Gesamtbild eines klaren Einflusses durch den Menschen",
so Benjamin Santer vom kalifornischen Lawrence Livermore National
Laboratory, einer der Forscher. "Wir sehen detaillierte Übereinstimmung
zwischen Computermodellen und Beobachtungen, und diese Übereinstimmung
besteht bei einer Reihe unterschiedlicher klimatischer Variablen.
Die Höhe der Tropopause ist das jüngste Stück im
Puzzle Klimawandel."
Die so genannte Tropopause markiert
die Grenze zwischen der untersten Atmosphärenschicht, der
turbulent durchmischten Troposphäre, und der stabiler geschichteten
Stratosphäre. Je nach geographischer Breite und Jahreszeit
schwankt ihre Höhe zwischen 8 und 16 Kilometern. Vermutlich
als Folge des Ozonabbaus in der Stratosphäre und der durch
Treibhausgase bedingten Erwärmung der Troposphäre hat
sich die Tropopause in den letzten Jahrzehnten immer weiter in
größere Höhen verschoben.
Santer und seine Kollegen fanden,
dass zwei verschiedene Klimamodelle als Reaktion auf menschliche
und natürliche Einflussfaktoren ähnliche Verlagerungen
der Tropopause ergaben. Diese ließen sich zudem mit den
tatsächlich beobachteten Veränderungen in Einklang bringen.
Santer zufolge widerlegen die neuen Befunde Behauptungen, es gebe
keine globale Erwärmung. "Die Höhenverlagerungen
der Tropopause liefern unabhängige Belege für die Realität
der jüngsten Erwärmung der Troposphäre."
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