|
Forscher: Starkregen und Wärme
sind Hinweise auf globale Erwärmung
Die extremen Regengüsse
und die milden Temperaturen zur Jahreswende in weiten Teilen Europas
sind nach Ansicht des Klimaforschers Mojib Latif Vorboten der
weltweiten Erwärmung.
Hamburg (dpa) - Latif sagte in
einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur am Samstag
in Hamburg, die starken Niederschläge und die relativ hohen
Temperaturen zu dieser Jahreszeit seien Ergebnisse einer jahrzehntelangen
Entwicklung. «Wir müssen damit rechnen, dass diese
Entwicklung sich fortsetzt», betonte der Wissenschaftler.
In den vergangenen 100 Jahren
habe die globale Erwärmung auf Grund der verstärkten
Nutzung fossiler Energiequellen wie Öl und Kohle um 0,7 Grad
zugenommen. «Heute können wir nichts mehr dagegen tun,
dass die Erde sich in den nächsten 100 Jahren um weitere
1 bis 1,5 Grad erwärmt», meinte Latif.
Erneuerbaren Energien zum Durchbruch
verhelfen
Alles, was über diesen Wert
hinausgehe, können die Menschen allerdings durch Einsparen
und besseres Ausnutzen vorhandener Energien beeinflussen. Zudem
müsse weltweit auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und
Wasser umgestiegen werden.
«Die Kardinalfrage lautet
deshalb: Wie können wir weltweit den erneuerbaren Energien
zum Durchbruch verhelfen?» sagte der Klimaforscher, der
seit Beginn dieses Jahres als Professor am Institut für Meeresforschung
in Kiel lehrt.
|