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- 02.01.03 -

 

 

 

 


 

Klima: Wandel an Flora und Fauna nachweisbar

Der Klimawandel verläuft schleichend, kleine Veränderungen sind für sich nur schwer einzuordnen. Dass der Wandel aber schon weit vorangeschritten ist, haben amerikanische Forscher jetzt durch den Abgleich von 143 internationalen Studien nachgewiesen.

(jkm) - Das Team um Terry Root von der Universität Stanford wertete die Daten zu insgesamt 1.473 Tier- und Pflanzenarten aus. Bei 81 Prozent der Arten fanden sich Verhaltensänderungen. "Vögel legen ihre Eier früher als üblich, Pflanzen beginnen eher zu blühen und Säugetiere erwachen früher aus dem Winterschlaf," fasst Root einige der Ergebnisse zusammen.

"Die wissenschaftlichen Arbeiten, die wir verglichen haben, stammen meist von Forschern, die sich lokal engagieren und Veränderungen vor Ort beschreiben", ergänzt Kimberly Hall von der Michigan State University. "Schlussfolgerungen aus solchen Einzelbeobachtungen sind umstritten, aber indem wir die Information von vielen Orten der Welt zusammentrugen und kombinierten, zeichneten die Daten ein eindeutiges Bild."

Tiere, die zwischen Sommer- und Winterquartier pendeln, haben ihre Wanderungen vorverlegt. Wärmeliebende Pflanzen aus dem Süden dringen immer weiter nach Norden vor. Auch Schmetterlinge und Meerestiere erobern sich Lebensräume, die ihnen vor Jahren noch zu kalt gewesen wären.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren gerechnet beginne der Frühling jetzt 5,1 Tage früher, schreiben die Forscher im Magazin "Nature". Die größten Veränderungen stünden erst noch bevor, schätzt Root: "Die ökologischen Folgen werden schon sichtbar, obwohl die globale Temperatur innerhalb von hundert Jahren gerade mal um 0,6 Grad Celsius gestiegen ist. Mit weit größeren Auswirkungen ist zu rechnen, wenn bis zum Jahr 2100 das Klima um 6 Grad Celsius wärmer geworden sein wird."

 

 Mehr Informationen:

Stanford University

vista verde: Klimaschutz

 

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