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Klima: Wandel an Flora und Fauna nachweisbar
Der Klimawandel verläuft
schleichend, kleine Veränderungen sind für sich nur
schwer einzuordnen. Dass der Wandel aber schon weit vorangeschritten
ist, haben amerikanische Forscher jetzt durch den Abgleich von
143 internationalen Studien nachgewiesen.
(jkm) - Das Team um Terry Root
von der Universität Stanford wertete die Daten zu insgesamt
1.473 Tier- und Pflanzenarten aus. Bei 81 Prozent der Arten fanden
sich Verhaltensänderungen. "Vögel legen ihre Eier
früher als üblich, Pflanzen beginnen eher zu blühen
und Säugetiere erwachen früher aus dem Winterschlaf,"
fasst Root einige der Ergebnisse zusammen.
"Die wissenschaftlichen Arbeiten,
die wir verglichen haben, stammen meist von Forschern, die sich
lokal engagieren und Veränderungen vor Ort beschreiben",
ergänzt Kimberly Hall von der Michigan State University.
"Schlussfolgerungen aus solchen Einzelbeobachtungen sind
umstritten, aber indem wir die Information von vielen Orten der
Welt zusammentrugen und kombinierten, zeichneten die Daten ein
eindeutiges Bild."
Tiere, die zwischen Sommer- und
Winterquartier pendeln, haben ihre Wanderungen vorverlegt. Wärmeliebende
Pflanzen aus dem Süden dringen immer weiter nach Norden vor.
Auch Schmetterlinge und Meerestiere erobern sich Lebensräume,
die ihnen vor Jahren noch zu kalt gewesen wären.
Über einen Zeitraum von zehn
Jahren gerechnet beginne der Frühling jetzt 5,1 Tage früher,
schreiben die Forscher im Magazin "Nature". Die größten
Veränderungen stünden erst noch bevor, schätzt
Root: "Die ökologischen Folgen werden schon sichtbar,
obwohl die globale Temperatur innerhalb von hundert Jahren gerade
mal um 0,6 Grad Celsius gestiegen ist. Mit weit größeren
Auswirkungen ist zu rechnen, wenn bis zum Jahr 2100 das Klima
um 6 Grad Celsius wärmer geworden sein wird."
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