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"Ground Zero": Kaum Krebs-Gefahr
Als am 11. September 2001 die
Türme des World Trade Center in sich zusammenfielen, zogen
riesige Staubwolken durch New York. Mit dem Staub wurden auch
krebserregende Stoffe verbreitet. Die Gesundheitsgefahr dürfte
aber geringer sein als bisher vermutet.
(jkm) - Unbekannt ist, wieviele
polyziklische armomatische Kohlenwasserstoffe, die als krebserregend
gelten, freigesetzt wurden. Die Schätzungen schwanken zwischen
einhundert und eintausend Tonnen. Doch amerikanische Forscher
geben jetzt im Magazin "Environmental Science & Technology"
Entwarnung: Die krebserregenden Partikel waren zu groß,
um bis in die feinen Lungenbläschen vorzudringen.
Paul Lioy und seine Kollegen vom
"Environmental and Occupational Health Sciences Institute"
in Piscataway hatten in der Woche nach dem Anschlag an 13 Standorten
rund um das World Trade Center Staubproben gesammelt. In einer
ersten Analyse suchten sie vor allem nach Asbest und vergleichbaren
Fasern. Den Kohlenwasserstoffen spürten erst jetzt Lioys
Kollegen um John Offenberg von der Rutgers Universität nach.
Wie die Forscher berichten, fanden
sich zwar große Mengen dieser Stoffe im Staub, doch waren
die Partikel überwiegend größer als zehn Mikrometer
(zehn tausendstel Millimeter). Derartig große Kohlenwasserstoffe
blieben bereits in den oberen Atemwegen stecken, erklärte
Lioy. Lungenkrebs könnten die Stoffe nur dann begünstigen,
wenn sie ins feine Lungengewebe gelangt wären und sich dort
festgesetzt hätten.
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