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- 23.12.2002 -

 

 

 


 

China: Weniger Methan aus Reisfeldern

Eher unbeabsichtigt haben chinesische Bauern den Methanausstoß ihrer Reisfelder deutlich reduziert, berichten amerikanische Wissenschaftler.

(jkm) - Indem die Felder dreimal pro Saison trockengelegt werden, verringert sich die Aktivität von Methan produzierenden Bakterien. Die Forscher schätzen im Fachblatt "Geophysical Research Letters", dass der Ausstoß in den letzten zwei Jahrzehnten um etwa 40 Prozent gefallen ist - entsprechend jährlich fünf Millionen Tonnen des Treibhausgases.

Derzeit stammen rund acht Prozent der weltweiten Methanemissionen aus dem Reisanbau, schätzt Changsheng Li von der University of New Hampshire in Durham, einer der Forscher. "Methan hat ein sehr viel größeres Erwärmungspotenzial als Kohlendioxid", so der Forscher, "kann durch veränderte Anbaumethoden aber auch viel besser beeinflusst werden."

Den chinesischen Reisbauern war dies vermutlich nicht bewusst, als sie begannen, ihre Felder während der Wachstumssaison mehrmals trockenzulegen. Ihr Ziel war es, Wasser zu sparen und höhere Erträge zu erzielen.

Die Trockenheit regt die Reiswurzeln zum Wachsen an und beschleunigt die Freisetzung des wichtigen Düngeelements Stickstoff aus verrottendem organischen Material. Zudem bremst die bessere Durchlüftung des Bodens die Methanproduktion durch anaerobe Bakterien.

In den nächsten 30 Jahren wird der Reisanbau nach Einschätzung des International Rice Research Institute um 70 Prozent zunehmen. Schon jetzt verbraucht der Reisanbau etwa 86 Prozent des Wassers in Asien. Li hält daher eine Umstellung auf Wasser sparende Anbaumethoden für nötig und - wie das Beispiel China zeige - auch für möglich.

 


© Changsheng Li

Reisanbau in China.

 

 Mehr Informationen:

NASA GSFC

Max-Planck-Institut für Meteorologie: Wie funktioniert der Treibhauseffekt?

Umweltbundesamt: Methan

International Rice Research Institute

RiceWeb: Methane emission from rice fields

 

 Lesen Sie auch:

Klimawandel: Hilfe vom Känguru?

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