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China: Weniger Methan aus Reisfeldern
Eher unbeabsichtigt haben chinesische
Bauern den Methanausstoß ihrer Reisfelder deutlich reduziert,
berichten amerikanische Wissenschaftler.
(jkm) - Indem die Felder dreimal
pro Saison trockengelegt werden, verringert sich die Aktivität
von Methan produzierenden Bakterien. Die Forscher schätzen
im Fachblatt "Geophysical Research Letters", dass der
Ausstoß in den letzten zwei Jahrzehnten um etwa 40 Prozent
gefallen ist - entsprechend jährlich fünf Millionen
Tonnen des Treibhausgases.
Derzeit stammen rund acht Prozent
der weltweiten Methanemissionen aus dem Reisanbau, schätzt
Changsheng Li von der University of New Hampshire in Durham, einer
der Forscher. "Methan hat ein sehr viel größeres
Erwärmungspotenzial als Kohlendioxid", so der Forscher,
"kann durch veränderte Anbaumethoden aber auch viel
besser beeinflusst werden."
Den chinesischen Reisbauern war
dies vermutlich nicht bewusst, als sie begannen, ihre Felder während
der Wachstumssaison mehrmals trockenzulegen. Ihr Ziel war es,
Wasser zu sparen und höhere Erträge zu erzielen.
Die Trockenheit regt die Reiswurzeln
zum Wachsen an und beschleunigt die Freisetzung des wichtigen
Düngeelements Stickstoff aus verrottendem organischen Material.
Zudem bremst die bessere Durchlüftung des Bodens die Methanproduktion
durch anaerobe Bakterien.
In den nächsten 30 Jahren
wird der Reisanbau nach Einschätzung des International Rice
Research Institute um 70 Prozent zunehmen. Schon jetzt verbraucht
der Reisanbau etwa 86 Prozent des Wassers in Asien. Li hält
daher eine Umstellung auf Wasser sparende Anbaumethoden für
nötig und - wie das Beispiel China zeige - auch für
möglich.
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