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Erstes Leben:
Meteoriten als Mikroben-Transporter?
Schon vor Milliarden von Jahren
könnten die ersten Lebensformen durch das Weltall gereist
sein. Ihr Transportmittel: Winzige Kohlenwasserstoff-Bläschen,
die ein amerikanischer Forscher jetzt in einem Meteoriten gefunden
hat.
(jkm) - Michael Zolensky vom Johnson
Space Center der NASA nahm einen kohlehaltigen Meteoriten unter
die Lupe, der im Januar 2000 in den kanadischen Tagish-See gestürzt
war. Wegen der winterlichen Temperaturen im vereisten See blieb
der Flugkörper von irdischen Bakterien verschont. Unter dem
Elektronenmikroskop wies Zolensky Bläschen aus Kohlenwasserstoff
nach, die einen Durchmesser von nur wenigen Mikrometern besitzen.
Für einfache Organismen könnten solche Blasen ideale
Behausungen sein, sagte Zolensky dem Magazin "New Scientist".
Derartige Bläschen hatten
Forscher zwar schon beim Meteoriten-"Nachbau" im Labor
erzeugt, doch in echten Meteoriten konnten sie bisher noch nie
nachgewiesen werden. Zolensky präsentiert seinen Fund jetzt
im "International Journal of Astrobiology".
Vielleicht entstand sogar das
allererste Leben in Meteoriten, spekulierte Iain Gilmour von der
britischen Open University gegenüber dem "New Scientist":
"Wir gehen immer davon aus, dass die Entstehung von Leben
mit der Bildung einer Membran begann, um die für eine Zelle
nötigen chemischen Bausteine zusammenzuhalten. Aber möglicherweise
genügte auch der kugelförmige Einschluss in einer Blase,
um die Struktur einer einfachen Zellen entstehen zu lassen"
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