|
Klima: Erwärmung durch den Menschen
- Wieder El Nino Bedingungen
Das laufende Jahr war nicht
nur des zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Auch das Klimaphänomen El Nino ist zurückgekehrt.
Genf (dpa) - Das laufende Jahr
war nicht nur des zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
im Jahr 1860. Auch ist das Klimaphänomen El Nino, das 1997
und 1998 das Weltwetter vor allem in der südlichen Hemisphäre
durcheinander brachte, wieder da und dürfte noch mindestens
bis April 2003 anhalten. Das teilte die Weltwetterorganisation
WMO am Dienstag in Genf mit. Für die WMO- Experten gibt es
auch keinen Zweifel, dass das seit etwa 24 Jahren zu beobachtende
rapide Ansteigen der Erwärmung auch auf menschlichen Einfluss
zurück zu führen ist.
Die WMO bestätigte, was
bereits vergangene Woche das Goddard Institut der US-Raumfahrtbehörde
NASA erklärt hatte: Das Jahr 2002 wird das zweitwärmste
seit Beginn der Aufzeichnungen. Die auf dem Boden gemessene Temperatur
lag um 0,50 Grad über dem Durchschnitt in den Jahren 1961
bis 1990. Das wärmste Jahr bleibt weiter 1998, aber die zehn
wärmsten Jahre gibt es seit 1987, neun davon seit 1990. Seit
1900 ist die Temperatur über 0,60 Grad angestiegen.
Der El Nino-Effekt, bei dem sich
die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt und weiten Landstrichen
besonders in Südamerika und Afrika Hitze und Dürre,
aber auch Wirbelstürme und starke Niederschläge bringt,
tritt innerhalb mehrerer Jahre immer wieder auf. Der nun kommende
ist laut WMO geringer als 1997.
Dennoch zeigen die Aufzeichnungen
deutliche Abweichungen vom normalen Wetter. Dazu rechnen die Meteorologen
auch die Fluten in Deutschland, Tschechien, Österreich, Rumänien
und der Slowakei in den ersten beiden Augustwochen. Schweden verzeichnete
den wärmsten Sommer seit 1860.
|