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- 17.12.2002 -

 

 

 


 

Klima: Erwärmung durch den Menschen - Wieder El Nino Bedingungen

Das laufende Jahr war nicht nur des zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch das Klimaphänomen El Nino ist zurückgekehrt.

Genf (dpa) - Das laufende Jahr war nicht nur des zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1860. Auch ist das Klimaphänomen El Nino, das 1997 und 1998 das Weltwetter vor allem in der südlichen Hemisphäre durcheinander brachte, wieder da und dürfte noch mindestens bis April 2003 anhalten. Das teilte die Weltwetterorganisation WMO am Dienstag in Genf mit. Für die WMO- Experten gibt es auch keinen Zweifel, dass das seit etwa 24 Jahren zu beobachtende rapide Ansteigen der Erwärmung auch auf menschlichen Einfluss zurück zu führen ist.

Die WMO bestätigte, was bereits vergangene Woche das Goddard Institut der US-Raumfahrtbehörde NASA erklärt hatte: Das Jahr 2002 wird das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die auf dem Boden gemessene Temperatur lag um 0,50 Grad über dem Durchschnitt in den Jahren 1961 bis 1990. Das wärmste Jahr bleibt weiter 1998, aber die zehn wärmsten Jahre gibt es seit 1987, neun davon seit 1990. Seit 1900 ist die Temperatur über 0,60 Grad angestiegen.

Der El Nino-Effekt, bei dem sich die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt und weiten Landstrichen besonders in Südamerika und Afrika Hitze und Dürre, aber auch Wirbelstürme und starke Niederschläge bringt, tritt innerhalb mehrerer Jahre immer wieder auf. Der nun kommende ist laut WMO geringer als 1997.

Dennoch zeigen die Aufzeichnungen deutliche Abweichungen vom normalen Wetter. Dazu rechnen die Meteorologen auch die Fluten in Deutschland, Tschechien, Österreich, Rumänien und der Slowakei in den ersten beiden Augustwochen. Schweden verzeichnete den wärmsten Sommer seit 1860.

 

 Mehr Informationen:

DWD: Klimadaten

WMO

NASA GSFC

vista verde:
Klima
El Niño

 

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