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- 13.12.2002 -

 

 

 


 

Zebrafische: Herz wächst nach

Zebrafische müssen keine Angst vor Herzkrankheiten haben. Ihre Herzmuskeln können abgestorbenes Gewebe in kurzer Zeit nachbilden.

(jkm) - Das ermittelten amerikanische Forscher, die den Fischen operativ bis zu 20 Prozent des Muskelgewebes entfernt hatten. Weil Zebrafisch und Mensch ähnliches Erbgut besitzen, erhoffen sich die Forscher von den Versuchen Hinweise auf die Behandlung menschlicher Herzkrankheiten.

Mark Keating und seine Kollegen vom Kinderkrankenhaus Boston experimentierten mit ein- bis zweijährigen Zebrafischen (Danio rerio). Rund ein Fünftel des Herzmuskels konnte den Tieren entfernt werden, ohne ihnen dauerhaft zu schaden. Innerhalb von zwei Monaten wuchsen bei etwa 80 Prozent der Tiere die Muskeln komplett nach, berichten die Forscher im Magazin "Science".

Die Fähigkeit, wichtige Organe des Körpers nachwachsen zu lassen, ist schon wiederholt an wirbellosen Tieren nachgewiesen worden. Doch viele Wirbeltiere - darunter alle Säugetiere - müssen ohne diese Selbstheilung auskommen. Verletzungen am Herzen ziehen bei ihnen lediglich Narben nach sich. Der Zebrafisch, der zu den Wirbeltieren gehört, bildet eine Ausnahme: Fast jedes Organ seines Körpers kann sich erneuern.

Dies verdanken die Fische offenbar dem Regulator-Enzym Mps1, das an der Neubildung von Zellen beteiligt ist. An Zebrafischen mit mutiertem Mps1 konnten die Forscher beobachten, dass sich bei bestimmten Wassertemperaturen anstelle neuer Herzmuskelzellen nur Narbengewebe entwickelte.

Möglicherweise besitze auch der Mensch Mps1-Gene oder vergleichbares Erbgut, spekulieren die Forscher. Sollten sich derartige Gene finden, könnte man die schlummernde Selbstheilung vielleicht aktivieren.

 

 Mehr Informationen:

Max Planck Institut für Entwicklungsbiologie zum Zebrafisch
 

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