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Zebrafische: Herz wächst nach
Zebrafische müssen keine
Angst vor Herzkrankheiten haben. Ihre Herzmuskeln können
abgestorbenes Gewebe in kurzer Zeit nachbilden.
(jkm) - Das ermittelten amerikanische
Forscher, die den Fischen operativ bis zu 20 Prozent des Muskelgewebes
entfernt hatten. Weil Zebrafisch und Mensch ähnliches Erbgut
besitzen, erhoffen sich die Forscher von den Versuchen Hinweise
auf die Behandlung menschlicher Herzkrankheiten.
Mark Keating und seine Kollegen
vom Kinderkrankenhaus Boston experimentierten mit ein- bis zweijährigen
Zebrafischen (Danio rerio). Rund ein Fünftel des Herzmuskels
konnte den Tieren entfernt werden, ohne ihnen dauerhaft zu schaden.
Innerhalb von zwei Monaten wuchsen bei etwa 80 Prozent der Tiere
die Muskeln komplett nach, berichten die Forscher im Magazin "Science".
Die Fähigkeit, wichtige Organe
des Körpers nachwachsen zu lassen, ist schon wiederholt an
wirbellosen Tieren nachgewiesen worden. Doch viele Wirbeltiere
- darunter alle Säugetiere - müssen ohne diese Selbstheilung
auskommen. Verletzungen am Herzen ziehen bei ihnen lediglich Narben
nach sich. Der Zebrafisch, der zu den Wirbeltieren gehört,
bildet eine Ausnahme: Fast jedes Organ seines Körpers kann
sich erneuern.
Dies verdanken die Fische offenbar
dem Regulator-Enzym Mps1, das an der Neubildung von Zellen beteiligt
ist. An Zebrafischen mit mutiertem Mps1 konnten die Forscher beobachten,
dass sich bei bestimmten Wassertemperaturen anstelle neuer Herzmuskelzellen
nur Narbengewebe entwickelte.
Möglicherweise besitze auch
der Mensch Mps1-Gene oder vergleichbares Erbgut, spekulieren die
Forscher. Sollten sich derartige Gene finden, könnte man
die schlummernde Selbstheilung vielleicht aktivieren.
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