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Hoffnung:
Neuer Wirkstoff für Malaria-Behandlung
Ermutigende Resultate zu einem
neuen Malaria-Wirkstoff präsentieren gabunische und deutsche
Mediziner im Fachblatt "The Lancet".
(jkm) - Der Großteil der
mit der Substanz Fosmidomycin behandelten Patienten war demnach
binnen 48 Stunden frei von dem Parasiten. Die Ergebnisse ließen
jedoch einige Fragen offen, so die Forscher, daher seien weitere
Studien besonders auch an Kindern nötig.
Die Gruppe um Peter Kremsner von
der Universität Tübingen führte ihre Versuche am
Albert-Schweitzer-Hospital in Lambaréné im westafrikanischen
Gabun durch. Insgesamt 27 Erwachsene, die mit dem Erreger Plasmodium
falciparum infiziert waren, erhielten drei, vier, oder fünf
Tage lang alle acht Stunden 1,2 Gramm des Wirkstoffs. Zwei Wochen
nach Behandlungsbeginn waren bei 60, 88 bzw. 89 Prozent der Patienten
keine Plasmodien mehr nachweisbar.
Nebenwirkungen wie Kopf-, Bauch-
oder Muskelschmerzen waren zwar relativ häufig, insgesamt
wurde der Wirkstoff nach Angaben der Mediziner jedoch gut vertragen.
Jedoch traten bei jenen Patienten, bei denen die Plasmodien nicht
vollständig eliminiert werden konnten, vermehrt Fortpflanzungsstadien
des Erregers auf. Dies könne möglicherweise die Übertragung
der Krankheit beschleunigen, schreiben die Forscher. Ebenfalls
müsse noch geklärt werden, wie gut das Mittel von Kindern
vertragen wird.
Laut Schätzung der Weltgesundheitsorganisation
WHO treten pro Jahr rund 300 Millionen Malaria-Erkrankungen auf,
mindestens eine Million Menschen sterben an der Infektion. Vor
allem in Südamerika und Südostasien haben die Erreger
mittlerweile Resistenzen gegen die gängigen Medikamente entwickelt.
Umso dringender wird nach neuen Behandlungsmöglichkeiten
gesucht.
Fosmidomycin war ursprünglich
von einer japanischen Firma als Bakterizid entwickelt worden,
erwies sich in der Folge jedoch als nicht genügend wirksam.
Hassan Jomaa von der Universität Gießen hatte schließlich
entdeckt, dass der Wirkstoff ein Enzym blockiert, das Plasmodien
zur Herstellung von Isoprenoiden benötigen. Im menschlichen
Körper werden diese Grundbausteine für Cholesterol und
Steroide auf einem anderen Weg synthetisiert.
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