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- 05.12.2002 -

 

 

 

 


 

Studie:

Schadstoffbelastung verstärkt Neurodermitis

Schadstoffe in der Luft oder Pollenflug verstärken einer Augsburger Studie zufolge Neurodermitis.

Augsburg (dpa) - Kinder mit Neurodermitis litten im Winter stärker unter ihrer Hauterkrankung, wenn draußen eine hohe Schadstoffbelastung herrschte, ergab die am Donnerstag vorgestellte Studie. Zudem hatten Kinder, die an verkehrsreichen Straßen wohnten, mehr Allergien als andere. Auch in der Zeit des stärksten Pollenflugs von Gräsern zwischen Mitte Mai und Mitte Juni klagten die Betroffenen besonders über Juckreiz und eine Ausdehnung des Ekzems.

Schmutz vermindere das Allergierisiko, sagte der Leiter der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München, Johannes Ring, der an der Studie mitwirkte. Der Untersuchung zufolge leiden Augsburger Kinder insgesamt häufiger an Heuschnupfen und Bronchialasthma als Kinder in anderen Regionen Deutschlands.

Es gebe ein Nord-Süd-Gefälle, erklärten die Mediziner. Insgesamt seien Allergien im Süden Deutschlands stärker verbreitet. Ein Grund könne der Pollenflug sein, der sich im Süden über eine vergleichsweise lange Zeitspanne hinziehe. Die genauen Gründe seien aber noch offen.

Bei der Studie wurden unter anderem 1996 sowie 2000 alle Schulanfänger in Augsburg untersucht. Obwohl zwischen der ersten Untersuchung im Jahr 1996 und der Folgestudie 2000 die Bedingungen in den Wohnungen durch einen Verzicht auf Teppichböden, Federbetten und Gasherde verbessert wurden, blieb die Zahl der Erkrankungen etwa gleich hoch.

An der Arbeit unter dem Titel MIRIAM (Multizentrische Internationale Studie zur Risikoabschätzung von Innenraumluft- und Außenluftverunreinigungen für Allergie- und Ekzem-Morbidität) waren auch das Institut für Umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf und das städtische Gesundheitsamt beteiligt.

 

 Mehr Informationen:

Klinik für Dermatologie und Allergologie der TU München

Neurodermitis

 

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