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Malariabekämpfung: Einsatz von
DDT gefordert
Zum Abschluss der dritten Panafrikanischen
Konferenz zur Bekämpfung der Malaria sprach sich der britische
Wissenschaftler Christopher Whitty für den Einsatz von DDT
gegen die Malariamücke aus.
(jkm) - "Als Spray nur im
Haushalt eingesetzt, kann DDT die Mücken in den Griff bekommen.
Dies wird die Todesrate in den Gebieten senken, in denen die Malaria-Erreger
resistent geworden sind", sagte er der tansanischen Zeitung
"The Guardian".
DDT tötet die Anophelesmücken,
die den Malariaerreger mit ihrem Stich auf den Menschen übertragen.
Doch gelten mittlerweile 24 Stämme der etwa 400 Stämme
der Anophelesmücken als resistent gegen das Mittel. Auf der
anderen Seite sahen sich die über 1000 Delegierten auf der
Konferenz in Tansanias Hauptstadt Arusha mit der Tatsache konfrontiert,
dass bisher wenig Medikamente gegen die Malaria entwickelt sind
und die ersten Impfstoffe noch erprobt werden müssen.
"Wird DDT nur im Haushalt
eingesetzt und nicht wie bisher in der Landwirtschaft, wird die
Umwelt nicht so belastet, wie viele annehmen", so Whitty.
Der Forscher der Londoner School of Hygiene and Tropical Medicine
verweist auf erfolgreiche Projekte im Süden Afrikas und Mosambik.
Auch Tansanias Regierung hatte vor einigen Monaten beschlossen,
wieder DDT in Form von Haushaltsspray einzuführen, da der
Kampf gegen die Malaria verloren schien. Jährlich sterben
bis zu 2,7 Millionen Menschen an der Malaria, über drei Viertel
von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. Die meisten Erkrankungen
treten in Afrika südlich der Sahelzone auf.
Umweltschützer forderten
früh ein Verbot von DDT. Zunächst begann ein Siegeszug
des Insektizids, nachdem der Schweizer Chemiker Müller 1948
den Nobelpreis für die Entdeckung der starken Wirkung von
DDT auf Schädlinge bekam. Doch der Erfolg zeigte bald seine
Schattenseiten. Das Gift tötet unterschiedslos nützliche
wie schädliche Insekten und reichert sich in der Nahrungskette
an. Seit 1972 ist der Einsatz von DDT in Deutschland verboten.
Trotz des Verbotes sind Spuren von DDT fast in jedem Menschen
nachweisbar.
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